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Tesla startet fahrerlose Robotaxis in Austin – Aktie steigt

Tesla hat in Austin, Texas, erstmals Robotaxis ohne Sicherheitsfahrer im Einsatz. CEO Elon Musk kündigte an, der Dienst solle bis Jahresende in den USA weit verbreitet sein. Die Aktie legte um 4,2 Prozent zu.

Tesla startet fahrerlose Robotaxis in Austin – Aktie steigt

Tesla nimmt im Rennen um autonome Fahrdienste Fahrt auf. Das Unternehmen von Elon Musk betreibt in Austin, Texas, nun eine kleine Anzahl von Robotaxis komplett ohne menschlichen Fahrer oder Sicherheitsüberwacher. Die Tesla-Aktie reagierte positiv auf die Nachricht und stieg am Donnerstag um 4,2 Prozent auf 449,36 US-Dollar.

Schrittweise Expansion ohne Sicherheitsfahrer

Ashok Elluswamy, Teslas Vizepräsident für Software, erklärte, dass die fahrerlosen Fahrzeuge in die größere Robotaxi-Flotte mit Sicherheitsmonitoren integriert seien. Das Verhältnis von unüberwachten zu überwachten Fahrzeugen soll im Laufe der Zeit zunehmen. In Texas verfügt Tesla über eine Genehmigung zum Betrieb eines Transportnetzwerkunternehmens, die den Einsatz automatisierter Fahrsysteme erlaubt.

Deutlicher Rückstand gegenüber Wettbewerbern

Trotz der jüngsten Fortschritte hinkt Tesla der Konkurrenz deutlich hinterher. Alphabets Waymo führt den US-Markt für fahrerlose Robotaxis bereits an, während Baidus Apollo Go in China dominiert. Auch Amazon-Tochter Zoox betreibt mittlerweile begrenzte fahrerlose Dienste in den USA. Start-ups wie May Mobility und Nuro entwickeln ihre Angebote ebenfalls weiter.

Musks ambitionierte Zeitpläne erneut verfehlt

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte sich Musk optimistisch: "Ich denke, selbstfahrende Autos sind im Grunde ein gelöstes Problem." Er erwarte, dass Teslas Robotaxi-Dienst bis Ende 2025 in den USA "sehr weit verbreitet" sein werde. Allerdings ist der CEO dafür bekannt, selbst gesetzte Fristen nicht einzuhalten. Im Juli hatte er angekündigt, bis Jahresende autonome Fahrdienste für etwa die Hälfte der US-Bevölkerung anzubieten – dieses Ziel wurde bei Weitem verfehlt.

Regulatorische Hürden und Sicherheitsbedenken

In Kalifornien fehlen Tesla noch die notwendigen Genehmigungen für fahrerlose Tests oder Robotaxi-Fahrten. Ende 2024 stellten kalifornische Aufsichtsbehörden fest, dass Tesla irreführendes Marketing bezüglich der fahrerlosen Fähigkeiten seiner Fahrzeuge betrieben hatte. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht zudem, wie oft Teslas FSD-Systeme zu Verkehrssicherheitsverstößen geführt haben.

Skepsis bei Verbrauchern bleibt hoch

Laut TeslaDeaths.com kamen 65 Menschen bei Tesla-Unfällen ums Leben, bei denen der Autopilot aktiviert war – in zwei Fällen waren die FSD-Systeme unmittelbar vor dem Aufprall eingeschaltet. Umfragen des Electric Vehicle Intelligence Report zeigen, dass eine Mehrheit der US-Verbraucher nicht in Robotaxis fahren möchte, wobei Sicherheitsbedenken im Vordergrund stehen.

Autonomie als Hoffnungsträger für Tesla

Angesichts sinkender Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen könnte Teslas Zukunft stark davon abhängen, ob das Unternehmen seinen fahrerlosen Ride-Hailing-Dienst erfolgreich skalieren kann. Analysten der Deutschen Bank erwarten für Tesla 2025 ein "gedämpftes Volumenwachstum" und betonen, dass das Unternehmen "FSD Unsupervised und die Skalierung des Robotaxi-Dienstes unter Beweis stellen" müsse, bevor es eine höhere Bewertung rechtfertigen könne. Tesla wird am Mittwoch die Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen.

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