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Tesla-Robotaxi-Event: Konkurrenz ist bereits einen Schritt voraus

Tesla veranstaltet morgen ein Robotaxi-Event – doch die Konkurrenz fährt längst.

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Tesla-Robotaxi-Event: Konkurrenz ist bereits einen Schritt voraus

Tesla steht vor einem wichtigen Termin: Morgen findet ein Event zum Thema Robotaxis statt. Die Aktie war in der vergangenen Woche bereits gestiegen, als das Unternehmen den Termin ankündigte. Doch die Erwartungen der Anleger sind gedämpft – und das aus gutem Grund.

In der aktuellen Folge von „Motley Fool Hidden Gems Investing“ diskutieren die Analysten Travis Hoium, Lou Whiteman und Rachel Warren über die Aussichten für Teslas autonome Fahrzeuge. Dabei wird deutlich: Tesla hat bei Robotaxis zwar die lauteste Stimme, aber nicht unbedingt die beste Position.

Unklare Details zum Event

Bemerkenswert ist, dass selbst grundlegende Informationen zum Event fehlen. „Wir haben noch keine Uhrzeit für dieses Event. Auf der Investor Relations-Seite steht nichts“, sagt Lou Whiteman. Die einzige Erwähnung auf der Tesla-Website sei ein Kundenwettbewerb. Whiteman vermutet, dass es sich in erster Linie um ein Marketing-Event handelt.

Das letzte große Robotaxi-Event von Tesla war das „We, Robot“-Event vor fast zwei Jahren. Damals stellte das Unternehmen seine autonomen Fahrzeuge vor. Seither hat Tesla in Austin nach und nach eine kleine Flotte aufgebaut. Kürzlich wurden 45 production-ready Cybercab-Prototypen zur Registrierungsliste in Texas hinzugefügt.

Der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz

Während Tesla auf einen reinen Kamera- und KI-Ansatz setzt, verlassen sich Wettbewerber wie Waymo auf Multi-Sensor-Systeme mit LiDAR und Radar. Waymo betreibt bereits rund 4.000 Fahrzeuge auf den Straßen und absolviert etwa eine halbe Million bezahlte Fahrten pro Woche.

„Ich habe das Gefühl, dass in dieser Welt eine PowerPoint-Präsentation mit dem, was wir tun wollen, etwas an Schwung verloren hat“, sagt Whiteman. „Waymo hat die Latte erhöht. Jemand anderes macht das gerade tatsächlich.“

Rachel Warren ergänzt: „Tesla hat nicht vollständig demonstriert, dass ein reines Vision-Only-System ausreichend für sichere, vollautonome Operationen im großen Maßstab ist.“ Waymo verfüge über mehr als 200 Millionen reale Meilen an Daten, um zu argumentieren, dass eine redundante Weltansicht erforderlich sei.

Teslas FSD im Praxistest

Whiteman berichtet von einer eigenen Probefahrt mit einem Tesla. Das Full-Self-Driving-System sei zwar besser als das von Honda, aber die Frage sei, ob es den Aufpreis von 99 Dollar pro Monat wert sei. Zudem gebe es Wetterbedingungen wie Nebel oder tiefstehende Sonne, bei denen Kameras an ihre Grenzen stoßen.

Auch die Sicherheitsdaten sind ein Thema. Während Waymo in Kalifornien detaillierte Unfallberichte vorlegen muss, operiert Tesla in Gebieten, in denen weniger Transparenzpflicht besteht. „Ich stimme der Seite der Beweislast völlig zu“, sagt Hoium.

Teslas Ride-Hailing-Netzwerk im Überblick

Teslas eigenes Ride-Hailing-Netzwerk operiert derzeit in sieben US-Märkten, allerdings innerhalb eines sehr eingeschränkten geofencierten Rahmens. Model-Y-Fahrten sind in sechs Regionen aktiv: Austin, Dallas, Miami, Orlando, Houston und Tampa. Im Bay Area sind die Operationen aufgrund der kalifornischen Regulierungen stark eingeschränkt.

Die Flotte wurde auf über 270 Fahrzeuge erweitert. Musk hat in der Vergangenheit angekündigt, den Cybercab für weniger als 30.000 Dollar direkt an Verbraucher verkaufen zu wollen. Eigentümer könnten ihre Fahrzeuge dann im Netzwerk monetarisieren.

Fazit: Beweislast liegt bei Tesla

Die Analysten sind sich einig: Tesla muss auf dem Event mehr liefern als nur große Visionen. „Gehen Sie raus und machen Sie das tatsächlich im großen Maßstab über weite geografische Gebiete hinweg, wenn Sie per Definition im Moment zweitbeste sind“, fordert Whiteman. Das Versprechen, dass man dorthin kommen werde, bedeute viel weniger, wenn die Konkurrenz bereits liefert.

Anleger sollten die Erwartungen niedrig halten. Die Geschichte von Tesla-Events zeigt, dass oft mehr versprochen als gehalten wurde – vom Solarroof bis zum autonomen Roboter.

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