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Tech-Crash und Krypto-Einbruch: Nasdaq auf November-Tief, Bitcoin verliert 50 Prozent

Massive Verluste an den Technologiebörsen und bei Kryptowährungen erschüttern die Märkte weltweit.

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Tech-Crash und Krypto-Einbruch: Nasdaq auf November-Tief, Bitcoin verliert 50 Prozent

Die globalen Aktienmärkte erlebten am Donnerstag einen dramatischen Ausverkauf, der vor allem den Technologiesektor hart traf. Der Nasdaq-Index fiel auf den tiefsten Stand seit November, während gleichzeitig Bitcoin und andere Kryptowährungen massiv unter Druck gerieten. Auslöser sind wachsende Sorgen über die enormen KI-Investitionen der Tech-Konzerne und schwächelnde US-Arbeitsmarktdaten.

Der S&P 500 verlor 1,2 Prozent, der technologielastige Nasdaq gab 1,6 Prozent nach. Besonders heftig traf es den Software-Sektor mit einem Minus von 4,6 Prozent. Amazon brach nach Quartalszahlen um 10 Prozent ein, nachdem der Konzern Investitionsausgaben von 200 Milliarden Dollar für dieses Jahr ankündigte. Coinbase verlor 13 Prozent, SuperMicro Computer 9 Prozent.

Die Ära, in der ein einfacher Indexfonds-Kauf durch die "Magnificent 7" Tech-Giganten automatisch zu Gewinnen führte, scheint vorbei. Anleger müssen sich nun wieder verstärkt dem aktiven Stock Picking zuwenden, da die KI-Welle nicht mehr alle Aktien nach oben trägt. Die massiven Kapitalausgaben der Unternehmen für KI-Infrastruktur sorgen zunehmend für Skepsis bei Investoren.

Krypto-Winter verschärft sich dramatisch

Bitcoin erlebte den schlimmsten Tag seit fast vier Jahren und stürzte um 12 Prozent ab. Innerhalb von nur vier Monaten hat die führende Kryptowährung die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2024. Der Kurs fiel um 14 Prozent, während auch andere digitale Assets massiv unter Druck gerieten.

Die langfristigen Bullen-Argumente der Krypto-Enthusiasten geraten zunehmend unter Beschuss. Trotz wachsender Ängste vor einer Dollar-Entwertung zeigt Bitcoin keine Stärke, was Zweifel an seiner Funktion als Inflationsschutz weckt. Momentum- und technische Indikatoren zeigen eindeutig bärische Signale.

Arbeitsmarktdaten setzen Fed unter Druck

Die US-Notenbank Fed steht vor einem Dilemma. Die am Donnerstag veröffentlichten JOLTS-Daten zeigten einen starken Anstieg der Entlassungen und einen Einbruch der offenen Stellen auf ein Fünfjahrestief. Gleichzeitig liegt die Inflation bei rund 3 Prozent ohne Anzeichen einer Abkühlung, während sich die Wirtschaftstätigkeit beschleunigt.

Die Spannungen an beiden Enden des dualen Mandats der Fed nehmen zu. Nach der Dezember-Sitzung, in der Zinssenkungen ausgesetzt wurden, weil sich der Arbeitsmarkt zu stabilisieren schien, verschärft sich nun die Lage. Der voraussichtliche Fed-Vorsitzende Kevin Warsh steht vor großen Herausforderungen.

Breite Marktverluste und steile Zinskurve

Neun von elf S&P 500-Sektoren verzeichneten Verluste. Der Materialien-Sektor brach um 2,8 Prozent ein, Technologie verlor 1,7 Prozent. Auch die Rohstoffmärkte gerieten unter Druck: Öl fiel um 3 Prozent, Gold um 3 Prozent und Silber sogar um 17 Prozent. Kupfer gab 1 Prozent nach.

Die Spanne zwischen zwei- und zehnjährigen US-Renditen erreichte mehr als 70 Basispunkte – die steilste Kurve seit vier Jahren. Dies könnte auf wachsende Sorgen über nicht mehr verankerte Inflationserwartungen oder steigende Risikoprämien hindeuten. Am kurzen Ende fielen die Renditen um 10 Basispunkte.

Auch die europäischen Märkte blieben nicht verschont. Großbritannien und der europäische Kontinent verloren jeweils rund 1 Prozent. Das britische Pfund rutschte um 1 Prozent ab, nachdem die Bank of England knapp für eine Beibehaltung der Zinsen stimmte, aber künftige Senkungen signalisierte. Die EZB hielt ihre Zinsen unverändert und zeigte sich gelassen angesichts der Dollar-Schwäche.

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