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Tchibo erhöht Kaffeepreise deutlich: Bis zu einem Euro mehr

Hamburger Röster reagiert auf angespannte Marktsituation und verdoppelte Rohstoffkosten binnen zwei Jahren

Tchibo erhöht Kaffeepreise deutlich: Bis zu einem Euro mehr

Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo hebt zum 16. Februar seine Verkaufspreise an. Pro Pfund werden die Bohnen um bis zu einem Euro teurer, wie das Handelsunternehmen mitteilte. Damit reagiert Tchibo auf die anhaltend angespannte Marktsituation bei Rohkaffee.

"In einem weiterhin angespannten Markt sind die Verkaufspreise für Kaffee im vergangenen Jahr deutlich angestiegen", erklärte ein Unternehmenssprecher. Die letzte Preiserhöhung liegt erst rund ein Jahr zurück, als Tchibo die Preise um 50 Cent bis einen Euro je Pfund anhob.

Die erneute Anpassung nach so kurzer Zeit verdeutlicht den Kostendruck in der Branche. Tchibo gilt traditionell als Signalgeber für den deutschen Kaffeemarkt, da das Unternehmen anders als Wettbewerber direkt über seine eigenen Filialen, Supermarktflächen und den Online-Shop an Endkunden verkauft und damit Endpreise festlegen kann.

Rohkaffeepreise haben sich fast verdoppelt

Die Zahlen der Internationalen Kaffee-Organisation ICO belegen den drastischen Preisanstieg: Im Dezember 2025 lag der durchschnittliche Preis für ein US-Pfund Rohkaffee (etwa 454 Gramm) bei rund 3 US-Dollar. Zum Vergleich: Im Dezember 2023 kostete dieselbe Menge nur zwischen 1,60 und 1,80 US-Dollar.

Die Preissteigerung auf dem Weltmarkt hat sich damit in nur zwei Jahren nahezu verdoppelt. Hauptgründe sind Ernteausfälle in wichtigen Anbauländern wie Brasilien und Vietnam sowie gestiegene Transportkosten. Für Verbraucher bedeutet dies spürbar höhere Ausgaben beim täglichen Kaffeegenuss.

Die Preisgestaltung von Tchibo wird von der gesamten Branche aufmerksam beobachtet. Andere Röster und Handelsmarken könnten in den kommenden Wochen nachziehen, um ihre Margen zu sichern. Die Entwicklung zeigt exemplarisch, wie globale Rohstoffmärkte direkt auf die Verbraucherpreise durchschlagen.

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