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Sumup sammelt 285 Millionen Euro ein

Die Fintech-Firma plant internationale Expansion und stärkere Kundenbindung nach erfolgreicher Finanzierungsrunde

Sumup sammelt 285 Millionen Euro ein

Das deutsche Fintech-Unternehmen Sumup hat erfolgreich eine eindrucksvolle Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der es insgesamt 285 Millionen Euro an Eigenkapital und Krediten einsammelte. Diese Nachricht wurde am Montagmorgen von Sumup bekannt gegeben. Das Unternehmen plant, die frischen Mittel für verschiedene Zwecke einzusetzen, darunter die Erweiterung seiner internationalen Präsenz. Sumup ist bekannt für seine mobilen Bezahllösungen und ist derzeit in 36 Ländern weltweit tätig.

Die Finanzierungsrunde von Sumup ist besonders beeindruckend, da sie zu etwa zwei Dritteln aus Eigenkapital besteht, was sie zu einer der größten Fintech-Finanzierungsrunden in Europa in diesem Jahr macht. Die führende Investmentfirma Sixth Street Growth, die bereits in erfolgreiche Unternehmen wie Airbnb, Spotify und Stripe investiert hat, leitete die Runde.

Obwohl Sumup keine genauen Informationen zur aktuellen Unternehmensbewertung preisgibt, wurde das Fintech-Unternehmen vor anderthalb Jahren mit acht Milliarden Euro bewertet, nachdem es rund 600 Millionen Euro an Eigenkapital und Krediten aufgenommen hatte. Es wird angenommen, dass die Bewertung des Unternehmens inzwischen noch höher liegt.

Sumup wurde 2012 von deutschen Gründern ins Leben gerufen und konzentriert sich auf die Bereitstellung mobiler Bezahllösungen für kleine Händler, Restaurants und Cafés. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Onlinezahlungen und andere Bankdienstleistungen wie Geschäftskonten an. Die Finanzierungsrunde soll Sumup die Möglichkeit geben, zukünftige Chancen zu nutzen, einschließlich möglicher Übernahmen in Regionen, in denen das Unternehmen noch nicht präsent ist. Es plant auch, sein Dienstleistungsangebot für Händlerkunden zu erweitern.

Hermione McKee, die Finanzchefin von Sumup, äußerte sich positiv zur Zukunft des Unternehmens und erklärte, dass Sumup voraussichtlich im laufenden Jahr erstmals einen Gewinn, genauer gesagt ein positives Ebitda, erzielen wird. Sie nannte jedoch keine konkreten Zahlen.

Sumup profitiert von dem weltweiten Trend, dass immer mehr Verbraucher digitale Zahlungsmethoden wie Karten und Smartphones anstelle von Bargeld nutzen. Trotzdem ist der Markt hart umkämpft, da es zahlreiche Konkurrenten in diesem Bereich gibt, darunter iZettle, eine Tochtergesellschaft des US-Zahlungsdienstes Paypal, sowie etablierte Zahlungsunternehmen, die verstärkt auf mobile Kartenzahlung setzen.

Es ist erwähnenswert, dass einige Unternehmen in der Zahlungsbranche in letzter Zeit Schwierigkeiten hatten, die hohen Wachstumserwartungen der Anleger zu erfüllen. Dies führte zu Kursverlusten bei den Aktien börsennotierter Zahlungsfirmen. Sumup scheint jedoch weniger von enttäuschten Wachstumshoffnungen im E-Commerce betroffen zu sein. Das Unternehmen zählt insgesamt rund vier Millionen Kunden in 36 Ländern und beschäftigt etwa 3000 Mitarbeiter.

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