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Südkoreas Won unter Druck: Finanzminister kündigt Eingriff an

Der südkoreanische Won hat den elften Handelstag in Folge verloren und erreichte mit 1.479,2 pro US-Dollar den schwächsten Stand seit Dezember. Finanzminister Koo Yun-Cheol verspricht nun schnelle Gegenmaßnahmen.

Südkoreas Won unter Druck: Finanzminister kündigt Eingriff an

Der südkoreanische Won steht massiv unter Druck. Am Mittwoch fiel die Währung auf 1.479,2 pro US-Dollar – der schwächste Stand seit dem 24. Dezember 2024. Damit setzt sich eine besorgniserregende Serie fort: Der Won verliert bereits den elften Handelstag in Folge an Wert.

Regierung sieht Marktverzerrung

Finanzminister Koo Yun-Cheol reagierte auf einem Diskussionsforum zur Währungspolitik mit klaren Worten: "In jüngster Zeit nimmt trotz rekordhoher Leistungsbilanzüberschüsse die Volatilität am Devisenmarkt mit einseitigem Handel zu." Die Regierung sieht offenbar eine Diskrepanz zwischen den fundamentalen Wirtschaftsdaten und der Währungsentwicklung.

Kwon Yong-o, Leiter des Forschungsteams für internationale Finanzen der Bank of Korea, unterstützte diese Einschätzung. Die aktuelle Position des Won im oberen 1.400er-Bereich entspreche nicht den wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Die Marktstimmung sei "übermäßig pessimistisch", weshalb politische Gegenmaßnahmen wünschenswert seien.

Auslandsinvestitionen als Hauptursache

Als Hauptgrund für das Ungleichgewicht zwischen Dollar-Nachfrage und -Angebot identifizierten die Behörden die schnell expandierenden Wertpapieranlagen im Ausland. Südkoreanische Investoren verstärken offenbar ihre internationalen Aktivitäten, was den Druck auf den Won erhöht.

Pensionsfonds im Fokus

Die Regierung plant konkrete Schritte: Finanzminister Koo kündigte an, die Diskussionen über die Auswirkungen des nationalen Pensionsfonds auf den Währungsmarkt zu beschleunigen. Zudem sollen politische Änderungen vorangetrieben werden, um eine Hochstufung Südkoreas zum Status eines entwickelten Marktes zu erreichen.

Die Situation ist für Südkorea besonders paradox: Trotz rekordhoher Leistungsbilanzüberschüsse – normalerweise ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke – schwächelt die eigene Währung. Dies deutet auf strukturelle Probleme im Währungsmarkt hin, die über kurzfristige Schwankungen hinausgehen.

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