ANZEIGE

Südkorea drängt auf Trump-Gipfel mit Nordkorea und sieht Chance für Frieden

Präsident Lee wirbt bei UN für Dialog zwischen Washington und Pjöngjang.

•• 4 Min

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York eindringlich für ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Führer Kim Jong Un geworben. Die Entschlossenheit Trumps, sich mit Kim zu treffen, bezeichnete Lee als „eine hart erkämpfte Chance für Wandel". Er hoffe, dass der „lange unterbrochene Dialog" zwischen Pjöngjang und Washington wieder aufgenommen werde.

Trump hatte zuvor erklärt, er plane, Kim „später in diesem Jahr" zu treffen. Allerdings war unklar, ob tatsächlich ein konkretes Treffen geplant ist. Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester von Kim Jong Un, erklärte, sie wisse nichts von einer Kommunikation zwischen den beiden Führungspersönlichkeiten. Trump war in seiner ersten Amtszeit bereits dreimal mit Kim zusammengetroffen, unter anderem in Singapur und Vietnam. Fortschritte bei der Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel konnten damals jedoch nicht erzielt werden.

Die Details

Nord- und Südkorea befinden sich formal immer noch im Kriegszustand, da der Koreakrieg 1953 lediglich mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete. Vor diesem Hintergrund strebt Seoul an, zunächst weitere Fortschritte in Nordkoreas Nuklear- und Raketenfähigkeiten zu stoppen. Darauf folge mittelfristig eine Reduzierung solcher Fähigkeiten im Norden, bevor man „langfristig auf eine kernwaffenfreie Koreanische Halbinsel" zusteuere, so Lee.

Bei einem späteren Gipfeltreffen mit Trump am Rande der UN-Generalversammlung diskutierte Lee Berichten zufolge über strategische Investitionsprojekte zwischen den beiden Ländern. Seoul hatte sich im Rahmen des Handelsabkommens mit Washington vom Vorjahr verpflichtet, 350 Milliarden Dollar in die USA zu investieren. Die beiden Führer versprachen zudem, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Nuklear-U-Boot-Brennstoff, Wiederaufarbeitung, Schiffbau und den Übergang der operativen Kontrolle im Kriegsfall zu vertiefen, wie der nationale Sicherheitsberater Wi Sung-lac mitteilte.

Wi sagte gegenüber südkoreanischen Medien: „Präsident Trump hat seine Bereitschaft zur Aufnahme eines Dialogs mit Nordkorea erneut bekräftigt."

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 21. Januar 2026 berichtete aktien.news, dass sich Südkoreas Präsident Lee optimistisch zur Entwicklung der heimischen Währung und des Aktienmarktes geäußert hatte. In einer Pressekonferenz prognostizierte er damals eine Aufwertung des Won und sah weiteres Potenzial für den bereits stark gestiegenen Aktienindex KOSPI.

Am 27. Januar 2026 folgte eine deutliche Verschärfung der Handelspolitik: US-Präsident Trump drohte Südkorea mit höheren Zöllen, weil das südkoreanische Parlament einem bereits ausgehandelten Handelsabkommen nicht zugestimmt hatte. Die Zölle auf südkoreanische Waren stiegen daraufhin von 15 auf 25 Prozent. Betroffen waren unter anderem Automobile, Holzprodukte und Pharmazeutika. Trump hatte im Juli 2025 mit Lee eine grundsätzliche Einigung erzielt, wonach Südkorea massive Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in US-Geschäftsprojekte tätigen sollte.

Am 6. Mai 2026 signalisierte Seoul eine abwartende Haltung gegenüber Trumps Initiative „Project Freedom". Das südkoreanische Blaue Haus stellte klar, dass eine Prüfung des US-Aufrufs zur Teilnahme zum damaligen Zeitpunkt nicht für notwendig erachtet werde.

Was das für Anleger bedeutet

Die aktuellen diplomatischen Bemühungen Lees finden vor dem Hintergrund eines angespannten Handelsverhältnisses zwischen Seoul und Washington statt. Die Zollerhöhungen vom Januar 2026 belasten die südkoreanische Exportwirtschaft, während gleichzeitig die zugesagten Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in die USA noch nicht vollständig umgesetzt sind. Ein möglicher Gipfel zwischen Trump und Kim könnte die geopolitischen Risiken auf der Koreanischen Halbinsel kurzfristig reduzieren, was sich positiv auf die Stimmung an den asiatischen Märkten auswirken könnte.

Allerdings bleibt die entscheidende Hürde bestehen: Das Ziel der Denuklearisierung Pjöngjangs dürfte schwer zu erreichen sein. Kim Yo Jong bezeichnete in einer Erklärung letzte Woche den nuklearen Status Nordkoreas als „absolut". Sie stellte klar: „Wenn sie glauben, dass es [die Denuklearisierung] wirklich möglich ist, werden sie als Idioten bezeichnet, die nichts von der Welt verstehen." Das Nukleararsenal Pjöngjangs „leistet einen erheblichen Beitrag zur Abschreckung der empörenden Handlungen internationaler Schurken", so Kim Yo Jong weiter.

Ausblick

Ob ein Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim tatsächlich zustande kommt, bleibt ungewiss. Trump hatte erklärt, er plane ein Treffen „später in diesem Jahr", doch Kim Yo Jong dementierte jegliche Kommunikation zwischen den beiden Führern. Sollte der Dialog wieder aufgenommen werden, verfolgt Seoul eine mehrstufige Strategie: kurzfristig das Stoppen weiterer Fortschritte in Nordkoreas Nuklear- und Raketenfähigkeiten, mittelfristig eine Reduzierung dieser Fähigkeiten und langfristig das Ziel einer kernwaffenfreien Koreanischen Halbinsel.

Kurz erklärt

  • Denuklearisierung: Der Prozess der Beseitigung oder Reduzierung von Atomwaffen und der dazugehörigen Infrastruktur in einer Region oder einem Staat.
  • Waffenstillstand: Eine vorübergehende oder dauerhafte Vereinbarung zwischen Konfliktparteien, Kampfhandlungen einzustellen, ohne dass ein formeller Friedensvertrag geschlossen wird.
  • KOSPI: Der Korea Composite Stock Price Index ist der wichtigste Aktienindex Südkoreas und bildet die Kursentwicklung aller an der Börse Seoul notierten Unternehmen ab.
SüdkoreaNordkoreaTrumpKim Jong UnDenuklearisierungLee Jae MyungUn-GeneralversammlungHandelskonflikt

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.