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Steigende Zinsen in der Altersvorsorge

Warum Millionen von Versicherten auf bessere Renditen im Jahr 2024 hoffen können

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Steigende Zinsen in der Altersvorsorge

In der Welt der privaten Altersvorsorge zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung ab: Nach Jahren des Rückgangs steigen die Zinsen für Lebensversicherungen wieder an. Die Allianz Leben, einer der Marktführer in Deutschland, kündigte kürzlich an, den Garantiezins für das kommende Jahr zu erhöhen – und die Konkurrenz zieht nach.

Für das Jahr 2024 bietet die Allianz Leben eine laufende Verzinsung von 2,7 Prozent für klassische Lebensversicherungen mit festen Garantien an, im Vergleich zu 2,5 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen betont, dass diese Erhöhung keine kurzfristige Maßnahme ist, sondern darauf abzielt, den Kunden langfristig höhere Zinsen zu bieten. Andere Versicherungsunternehmen haben in letzter Zeit ebenfalls die laufende Verzinsung erhöht, was für die Verbraucher eine erfreuliche Nachricht ist.

In Deutschland haben insgesamt mehr als 80 Millionen Menschen Policen für ihre Altersvorsorge abgeschlossen. Die Analysten der Ratingagentur Assekurata prognostizieren, dass der Branchendurchschnitt im Jahr 2024 eine laufende Verzinsung von 2,45 Prozent erreichen wird, verglichen mit 2,26 Prozent im aktuellen Jahr und einem Tiefpunkt von 2,13 Prozent im Jahr 2021.

Der Anstieg der Zinsen resultiert aus gestiegenen Zinsen an den Kapitalmärkten, von denen Lebensversicherer in ihren Wertpapierportfolios profitieren. Dieser Prozess ist jedoch schrittweise und wirkt sich nicht sofort auf die Kunden aus, im Gegensatz zu Bankprodukten wie Tages- und Festgeldern, die bereits seit einiger Zeit bessere Konditionen bieten.

Eine interessante Facette der Lebensversicherungen ist, dass sie den Versicherten den Zugang zu Anlageklassen ermöglichen, die ihnen sonst verwehrt bleiben würden. Die Gelder der Kunden werden nicht nur in Anleihen und Aktien investiert, sondern auch in die Finanzierung mittelständischer Unternehmen, Offshore-Windparks und Netzinfrastruktur. Diese Anlagen bieten im aktuellen Umfeld einen Inflationsschutz.

In Bezug auf Neuverträge gewähren die meisten klassischen Lebensversicherungen eine garantierte Verzinsung auf den Sparbeitrag, die für die gesamte Vertragslaufzeit festgelegt wird. Der Garantiezins wird jedoch vom Höchstrechnungszins begrenzt, den das Bundesfinanzministerium festlegt. Seit 2022 beträgt dieser Höchstrechnungszins für Neuverträge maximal 0,25 Prozent, im Vergleich zu 0,9 Prozent in den Jahren zuvor.

Ab 2025 können die Lebensversicherer voraussichtlich wieder höhere Garantiezinsen für Neuverträge anbieten. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat kürzlich vorgeschlagen, den Höchstrechnungszins auf ein Prozent anzuheben, und das Bundesfinanzministerium folgt in der Regel dieser Empfehlung.

Im Bereich Neuverträge bieten viele Versicherer jedoch keine Verträge mit garantierter Mindestverzinsung mehr an. Stattdessen legen sie die Überschussbeteiligung jedes Jahr neu fest, ohne sie zu garantieren. Dies verschafft den Versicherern mehr Spielraum bei der Kapitalanlage.

AllianzVersicherungZinsen

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