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Hotel-Start-up Numa sichert sich 59 Millionen Dollar

Berlin-based Numa revolutioniert die Hotellerie mit einem automatisierten, personallosen Ansatz und plant aggressives Wachstum

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Hotel-Start-up Numa sichert sich 59 Millionen Dollar

Das Berliner Hotel-Start-up Numa hat in einer Finanzierungsrunde 59 Millionen Dollar eingesammelt. Angeführt wurde diese Runde vom Risikokapitalgeber Verlinvest, der von der Familie des Bierkonzerns Anheuser Busch unterstützt wird. Das Unternehmen plant, das frische Kapital zur Beschleunigung seines Wachstums einzusetzen.

Numa hat sich darauf spezialisiert, Hotels ohne anwesendes Personal zu betreiben. Stattdessen erfolgt die Kommunikation zwischen Gästen und dem Hotel online. Dieses Konzept spricht besonders die jüngere Generation an, die häufig lieber über ihre Smartphones kommuniziert. Gründer Christian Gaiser betont, dass der größte Engpass in der Hotelbranche derzeit der Mangel an Personal ist, den es zu automatisieren gilt.

Inzwischen machen Personalkosten rund ein Drittel der Gesamtkosten von Hotelbetreibern aus. Seit Oktober 2022 sind die Personalkosten um 21 Prozent gestiegen, wie eine Umfrage des Branchenverbands Dehoga ergab. Viele Hoteliers mussten die Gehälter erhöhen, um überhaupt noch Mitarbeiter zu finden. 65,2 Prozent der Betriebe klagen über einen akuten Mangel an Mitarbeitern.

Während der COVID-19-Pandemie haben viele Mitarbeiter die Hotelbranche verlassen und sind in andere Branchen gewechselt. Numa ist weniger von diesem Personalmangel betroffen, da es auf automatisierte Lösungen setzt.

Darüber hinaus optimiert das Start-up den Hotelbetrieb mit seiner Technologie. Die Zimmerbelegung wird digital gesteuert, wodurch Leerstände minimiert werden. Die Zimmertüren sind mit der Cloud vernetzt, was eine effiziente Reinigung ermöglicht und den Gästen ein früheres Einchecken erlaubt.

Wie Fluggesellschaften passt Numa seine Preise dynamisch an die Nachfrage an und profitiert damit von den gestiegenen Hotelkosten.

Während Numa wächst, hat die traditionelle Hotelbranche weiterhin mit Herausforderungen zu kämpfen. Die Konkurrenz durch private Übernachtungsanbieter, die ihre Unterkünfte über Plattformen wie Airbnb und Booking.com vermieten, wächst stetig. Allein 2022 wurden über diese Plattformen in Deutschland 38,6 Millionen private Übernachtungen gebucht, was einem Anstieg von 39,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Hotelbranche hat auch mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu kämpfen. Viele Hotels haben hohe Schulden angehäuft, und die Erträge sind gesunken. In Deutschland gibt es seit 2010 weniger Hotels, und die Pandemie hat diesen Trend weiter verstärkt.

Numa plant, das frische Kapital in die Entwicklung einer eigenen App zu investieren und die Anzahl der angebotenen Zimmer von derzeit 4.500 auf 15.000 Zimmer in den nächsten vier Jahren zu steigern. Das Unternehmen sieht großes Potenzial in der Kurzzeitmiete und erwartet ein jährliches Wachstum von mehr als zehn Prozent.

Das langfristige Ziel von Numa ist es, das Gastgewerbe durch Technologie und Automatisierung zu revolutionieren, ähnlich wie Tesla dies in der Automobilindustrie getan hat. Bis 2024 plant das Unternehmen, erstmals einen positiven Betriebsgewinn zu erzielen.

Mit Verlinvest als Hauptinvestor und weiteren Beteiligungen von VC-Fonds wie Headline, Cherry Ventures, DN Capital und Soravia ist Numa gut gerüstet, um seine ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen.

AirBnBBooking.com

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