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Steigende Ölpreise belasten GE Aerospace und die Luftfahrtbranche

Hohe Kerosinkosten gefährden die stabile Nachfrage nach Flugreisen und setzen Luftfahrtzulieferer unter Druck.

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Steigende Ölpreise belasten GE Aerospace und die Luftfahrtbranche

Die Aktien von GE Aerospace sind am Dienstagmittag auf 308,50 US-Dollar gefallen und verzeichneten damit einen Rückgang von rund drei Prozent. Der Hersteller setzt damit einen nahezu wochenlangen Abwärtstrend fort, der die Anleger zunehmend verunsichert. Auch andere Unternehmen der Luftfahrtzuliefererbranche bleiben von der negativen Stimmung nicht verschont.

Honeywell Aerospace und RTX, zwei weitere große Namen in der Branche, mussten in dieser Woche ebenfalls Kursverluste hinnehmen, wenn auch in moderaterem Ausmaß. Der Auslöser für die aktuelle Schwäche liegt nach Einschätzung von Analysten im steigenden Ölpreis.

Rohölpreise auf neuem Höchststand

Die US-amerikanischen Rohölpreise sind in diesem Monat auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Dieses Niveau birgt die Gefahr, die Nachfrage nach Flugreisen zu schmälern, die sich über die Sommermonate hinweg als relativ stabil erwiesen hatte. Steigende Treibstoffkosten könnten Fluggesellschaften dazu zwingen, Ticketpreise zu erhöhen oder Kapazitäten zu reduzieren, was wiederum die Nachfrage nach neuen Flugzeugen und Ersatzteilen dämpfen würde.

Besonders besorgniserregend ist die mögliche Auswirkung auf das lukrative Aftermarket-Geschäft. Scott Mikus, Analyst bei Melius Research, hat seine Empfehlungen für GE Aerospace und Honeywell am Montag von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Er wies darauf hin, dass die profitable Nachfrage aus dem Aftermarket – also Wartung, Reparatur und Überholung von Triebwerken – Einbußen erleiden könnte.

Analysten reagieren mit Herabstufungen

Die Herabstufung durch Melius Research ist ein deutliches Signal an den Markt. Analysten beobachten mit Sorge, dass die Kombination aus hohen Ölpreisen und möglicherweise nachlassender Reisetätigkeit die gesamte Wertschöpfungskette der Luftfahrtindustrie treffen könnte. Für GE Aerospace, das sich nach der Abspaltung von GE HealthCare und GE Vernova nun ganz auf die Luftfahrt konzentriert, kommt der Gegenwind zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Das Unternehmen hatte zuletzt von der starken Erholung des Flugverkehrs nach der Pandemie profitiert. Die hohe Auslastung der Fluggesellschaften und der Bedarf an effizienteren Triebwerken hatten für volle Auftragsbücher gesorgt. Sollte die Nachfrage nun aufgrund steigender Ticketpreise nachlassen, könnte dies die Wachstumsstory von GE Aerospace nachhaltig beeinträchtigen.

Ausblick bleibt angespannt

Für Anleger bleibt die Lage angespannt. Die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Wochen wird entscheidend dafür sein, ob sich der Abwärtstrend bei den Luftfahrtzulieferern fortsetzt oder ob eine Erholung einsetzt. Sollten die Rohölpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben oder weiter steigen, ist mit weiteren Belastungen für die Branche zu rechnen.

Die kommenden Quartalszahlen der Unternehmen werden zeigen, ob und in welchem Umfang sich die höheren Treibstoffkosten bereits in den Geschäftszahlen niederschlagen. Bis dahin bleibt die Luftfahrtbranche ein volatiles Investmentumfeld, das von den Entwicklungen auf dem Ölmarkt maßgeblich beeinflusst wird.

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