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Starship von SpaceX erreicht erstmals Erdumlaufbahn bei Testflug

Die 124 Meter hohe Megarakete von Elon Musks Raumfahrtunternehmen beendet den Testflug nach rund drei Stunden mit kontrolliertem Absturz im Pazifik.

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Starship von SpaceX erreicht erstmals Erdumlaufbahn bei Testflug

Die Starship-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX hat bei einem Testflug erstmals die Erdumlaufbahn erreicht. Der Start erfolgte am Montagmorgen vom Weltraumbahnhof in Texas. Nach rund drei Stunden endete der Flug mit einem kontrollierten Absturz in den Pazifik. Für das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk ist das ein wichtiger Zwischenschritt in einem Programm, das seit Jahren von Rückschlägen begleitet wird.

Das Einlenken in die Umlaufbahn verlief laut SpaceX planmäßig. Allerdings schaltete sich ein Triebwerk offenbar zu früh ab. Deshalb musste die Mission früher als vorgesehen beendet werden. Statt der geplanten rund zehn Stunden dauerte der Flug nur etwa drei Stunden.

Im Rahmen der Mission setzte SpaceX mehrere Starlink-Satelliten aus. Diese Satelliten sollen Verbindungen zur Erde und untereinander ermöglichen. Bereits rund eine Stunde nach dem Start hatte das Unternehmen die Rückholung der Rakete angekündigt. Damit endete der Testflug kontrolliert und nicht in einem Totalverlust.

Die Details

Die Starship ist mit 124 Metern Länge die größte jemals gebaute Rakete. Für den Testflug hatte SpaceX eine Missionsdauer von rund zehn Stunden vorgesehen, in denen das Gefährt etwa sechs Mal die Erde umrunden sollte. Die geplante Umlaufbahnhöhe lag bei 275 Kilometern, die angestrebte Geschwindigkeit bei 28.000 Stundenkilometern. Diese Zielwerte erreichte der Flug nicht vollständig, weil er nach rund drei Stunden in der Umlaufbahn endete.

Der Start erfolgte am Montagmorgen vom Weltraumbahnhof in Texas. Mit dem Einlenken in die Erdumlaufbahn gelang SpaceX ein Schritt, der bislang nicht geglückt war. Das Unternehmen hatte die Rückholung der Rakete angekündigt, die rund eine Stunde nach dem Start bekanntgegeben wurde. Der kontrollierte Absturz in den Pazifik markiert den Abschluss des Fluges.

Mit den ausgesetzten Starlink-Satelliten verfolgt SpaceX ein eigenes Netzwerkprojekt. Die Satelliten sollen Verbindungen zur Erde und untereinander aufbauen. Für die Mission war das Aussetzen dieser Einheiten ein zentraler Bestandteil. Die Rakete selbst besteht aus einem wiederverwendbaren Trägersystem und einer Raumkapsel – ein Aufbau, der mehrfache Einsätze ermöglichen soll.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 16.09.2026 berichtete aktien.news, dass SpaceX einen neuen Termin für den nächsten Test der Starship-Megarakete bekanntgegeben hatte. Damals hieß es, das Unternehmen wolle das 124 Meter hohe Gefährt erstmals in die Erdumlaufbahn bringen, der Flug solle rund zehn Stunden dauern und die Rakete sechs Mal die Erde umrunden. Bislang hatten die Tests lediglich auf sogenannten „passiv sicheren" suborbitalen Flugbahnen stattgefunden, wie SpaceX mitteilte. Ein erfolgreicher Orbitalflug wäre ein bedeutender Meilenstein für das Programm.

Am 25.07.2026 meldete aktien.news, dass SpaceX seine Starship-Rakete zum 13. Testflug gestartet hatte. Der Start erfolgte von der unternehmenseigenen Startanlage in Starbase, Texas, nachdem wetterbedingte und technische Verzögerungen den Ablauf erschwert hatten. Es handelte sich um den ersten Testflug seit dem Rekord-Börsengang des Unternehmens. Das Raumschiff absolvierte den Flug und vollführte anschließend eine „sanfte Wasserung" im Indischen Ozean.

Am 21.05.2026 berichtete aktien.news, dass SpaceX eine verbesserte Version seines Starship ins All schicken wollte – zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt, denn das Unternehmen peilte wenige Wochen später den größten Börsengang aller Zeiten an. Der Analyst Franco Granada vom Datenanbieter PitchBook sagte dazu: „Für einen Börsengang, der so stark auf Symbolik setzt, ist dies der wichtigste verbleibende Meilenstein vor dem Debüt."

Ergänzend hatte aktien.news am 13.02.2026 über die Crew-12-Mission berichtet: SpaceX schickte die zwölfte Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation. Die Falcon-9-Rakete mit der Crew-Dragon-Kapsel „Freedom" startete von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. Die Mission markierte einen weiteren Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen NASA und dem von Elon Musk gegründeten Raumfahrtunternehmen.

Was das für Anleger bedeutet

Für Privatanleger ist die Einordnung wichtig: SpaceX ist ein privates Raumfahrtunternehmen und kein klassischer börsennotierter Konzern im deutschen Depot. Ein direkter Investmentzugang über die Börse ist damit nicht ohne Weiteres möglich. Allerdings berichtete aktien.news am 25.07.2026, dass ein Testflug der erste seit einem Rekord-Börsengang des Unternehmens war. Ein solcher Schritt verändert die Ausgangslage für Investoren grundlegend, weil er das Unternehmen für den Kapitalmarkt öffnet.

Der aktuelle Testflug ist ein technischer Meilenstein, aber kein Geschäftserfolg im engeren Sinne. Ob und wann das Starship-Programm kommerziell trägt, hängt davon ab, wie zuverlässig die Rakete fliegt und wie häufig sie einsetzbar ist. Dass sich ein Triebwerk offenbar zu früh abschaltete, zeigt, dass die Technik noch nicht vollständig ausgereift ist.

Anleger sollten die Testflüge deshalb als Entwicklungsfortschritte lesen, nicht als Umsatzsignale. Frühere Testflüge waren hinter den Erwartungen zurückgeblieben, und der Ersttest im April 2023 war nach wenigen Minuten explodiert. Diese Historie mahnt zu Geduld. Wer in Raumfahrt investiert, muss mit langen Entwicklungszyklen und Rückschlägen rechnen. Die Starlink-Satelliten sind dabei ein eigenständiger Baustein, der Verbindungen zur Erde und untereinander herstellen soll.

Ausblick

Die nächsten Schritte sind bereits abgesteckt. Die NASA will mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken. Langfristig verfolgt SpaceX das Ziel, den Mars zu erreichen. Beide Vorhaben hängen davon ab, dass die Rakete zuverlässig in die Erdumlaufbahn gelangt und wieder kontrolliert zurückkehrt.

Der nun gelungene Orbitalflug wäre ein bedeutender Meilenstein für das Programm. Die geplante Missionsdauer von rund zehn Stunden und etwa sechs Erdumrundungen bleiben die Zielmarke für kommende Tests. Ob die Rakete diese Werte erreicht, wird sich in weiteren Flügen zeigen.

Kurz erklärt

  • Erdumlaufbahn: eine Flugbahn, auf der ein Objekt die Erde dauerhaft umkreist, ohne auf den Boden zurückzufallen.
  • Suborbitaler Flug: ein Flug, der den Weltraum erreicht, aber nicht in eine stabile Umlaufbahn eintritt.
  • Starlink: ein Satellitennetzwerk, das Verbindungen zur Erde und zwischen den Satelliten herstellt.
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