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Stada vor Milliardenübernahme durch US-Investor

GTCR in fortgeschrittenen Verhandlungen, mögliche Alternativen wie Börsengang noch offen

Stada vor Milliardenübernahme durch US-Investor

Die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft GTCR befindet sich nach einem Medienbericht in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf des deutschen Generikaherstellers Stada Arzneimittel. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, die sich auf Personen beruft, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sollen die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten sein. Ursprünglich war auch die Investmentgesellschaft Clayton Dubilier & Rice (CD&R) als möglicher Käufer im Rennen, doch dieser Mitbewerber ist nun aus den Gesprächen ausgestiegen. Es wird eine mögliche Bewertung von etwa zehn Milliarden Euro für Stada diskutiert.

Die derzeitigen Eigentümer von Stada, Bain Capital und Cinven, hatten das Unternehmen im Jahr 2017 für rund 5,3 Milliarden Euro erworben und anschließend von der Börse genommen. Nach Angaben von Bloomberg könnten die Eigentümer noch in diesem Monat zu einer endgültigen Einigung mit GTCR kommen. Allerdings sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, und es gibt weitere Optionen für Bain und Cinven. Sollte es zu keiner Einigung mit GTCR kommen, könnten sie alternative Wege wie einen Börsengang in Betracht ziehen. Weder GTCR noch die derzeitigen Eigentümer Bain und Cinven wollten sich laut dem Bericht zu den laufenden Gesprächen äußern.

Stada, dessen Hauptsitz in Bad Vilbel bei Frankfurt liegt, ist in der Pharmabranche besonders für seine Generika und Produkte wie die Sonnencreme Ladival und das Erkältungsmedikament Grippostad C bekannt. Im Jahr 2023 konnte das Unternehmen seinen bereinigten Umsatz um 14 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro steigern. Auch der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg deutlich an und erreichte einen Wert von 802 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 19 Prozent entspricht.

Die Verhandlungen über den möglichen Verkauf von Stada finden in einer Phase statt, in der Private-Equity-Gesellschaften zunehmend an profitablen Unternehmen im Gesundheitssektor interessiert sind. Bain Capital und Cinven hatten seit der Übernahme von Stada bereits einige Veränderungen innerhalb des Unternehmens vorgenommen, um dessen Marktposition weiter zu stärken. Ob der Verkauf an GTCR letztlich zustande kommt, bleibt abzuwarten, da noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

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