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SpaceX: Billionenbewertung – ist die Aktie jetzt noch kaufenswert?

SpaceX debütierte mit 1,5 Billionen Dollar Bewertung und stieg in zwei Tagen um fast 20 Prozent – doch lohnt sich der Einstieg jetzt noch?

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SpaceX: Billionenbewertung – ist die Aktie jetzt noch kaufenswert?

Space Exploration Technologies (SpaceX) hat an der Börse Geschichte geschrieben. Nach dem Debüt mit einer Bewertung von 1,5 Billionen US-Dollar stieg die Aktie in den ersten beiden Handelstagen um knapp 20 Prozent – die Marktkapitalisierung kletterte damit auf rund 2,5 Billionen Dollar. Damit reiht sich SpaceX in eine exklusive Gruppe ein: Weltweit sind nur fünf Unternehmen ähnlich viel wert – Amazon, Microsoft, Apple, Alphabet und Nvidia.

Der Raumfahrtkonzern könnte diesen Abstand sogar noch verringern. Anfang Juli wird SpaceX voraussichtlich in den Nasdaq-100 aufgenommen. Diese Aufnahme dürfte eine Kettenreaktion bei börsengehandelten Fonds (ETFs) auslösen, die den Titel automatisch in ihre Portfolios integrieren müssen. Für viele Marktbeobachter bedeutet das: Die nächsten Handelstage dürften – unvorhergesehene Ereignisse ausgenommen – eher im grünen Bereich liegen.

Der Elon-Musk-Effekt

SpaceX ist mehr als ein Raumfahrtunternehmen. Der Konzern vereint drei Innovationsfelder: Raketentechnologie, globale Konnektivität und Künstliche Intelligenz (KI). An der Spitze steht Elon Musk, einer der bekanntesten Unternehmer des 21. Jahrhunderts. Musk führt nun zwei Unternehmen, die zusammen rund 2 Billionen Dollar wert sind. Seine Erfolgsbilanz bei Tesla – dem wertvollsten Automobilhersteller der Welt – verleiht SpaceX eine ähnliche Aura des Möglichen.

Die Substanz hinter dem Namen ist beeindruckend. Rund 15.000 Satelliten befinden sich derzeit in der Erdumlaufbahn – etwa 10.000 davon gehören SpaceX. Der satellitengestützte Internetdienst Starlink zählt bereits mehr als 10 Millionen Abonnenten weltweit, darunter Fluggesellschaften, Regierungen und Privatverbraucher. Seit der Gründung im Jahr 2002 wurden insgesamt rund 650 Raketenstarts verzeichnet. Seit 2023 ist SpaceX für etwa 80 Prozent der weltweiten Nutzlastmasse in der Erdumlaufbahn verantwortlich.

Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an orbitalen Rechenzentren, die künftig als Infrastruktur für KI-Anwendungen dienen könnten. Auch der KI-Assistent Grok ist Teil des SpaceX-Ökosystems. Elon Musk selbst äußerte sich auf der Plattform X mit einer typisch ambitionierten Prognose: Er wäre überrascht, wenn der Jahresumsatz von SpaceX im Jahr 2031 unter 1 Billion Dollar läge – was einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 94 Prozent über sechs Jahre entspräche. Zum Vergleich: Kein Unternehmen der Welt erzielt derzeit einen Umsatz von 1 Billion Dollar – nicht einmal Amazon.

Bewertung und Fundamentaldaten klaffen weit auseinander

Trotz aller Begeisterung mahnt ein nüchterner Blick auf die Zahlen zur Vorsicht. Im vergangenen Jahr wies SpaceX einen Gesamtumsatz von weniger als 20 Milliarden Dollar aus. Einer Marktkapitalisierung von 2,5 Billionen Dollar steht damit ein Umsatz gegenüber, der in keinem vernünftigen Verhältnis zur aktuellen Bewertung steht. Dieses Missverhältnis zwischen Fundamentaldaten und Börsenwert ist ein klassisches Merkmal einer Spekulationsblase.

Zu viel Euphorie hat einen bekannten Nebeneffekt: Die Wachsamkeit der Anleger lässt nach, Vorsicht wird in den Wind geschlagen. Jeder Aufwärtstrend hat jedoch ein Ende – das ist eine Grundregel der Kapitalmärkte. Für langfristig orientierte Privatanleger stellt sich daher die entscheidende Frage: Ist SpaceX zum aktuellen Kurs ein kluger Kauf?

Die Antwort des Motley Fool-Autors fällt eindeutig aus: Er empfiehlt SpaceX weder Freunden noch der Familie als langfristigen Kauf – nicht weil er am Geschäftsmodell zweifelt, sondern weil das Missverhältnis zwischen der Billionenbewertung und den tatsächlichen Fundamentaldaten zu groß ist. Solange sich diese Lücke nicht schließt, bleibt er lieber Beobachter von der Seitenlinie. SpaceX könnte eines der bedeutendsten Unternehmen des Jahrhunderts werden – doch ob die Aktie auf dem aktuellen Niveau ein lohnenswertes Investment ist, steht auf einem anderen Blatt.

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