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SpaceX-Aktie bricht ein: Experten warnen vor anhaltender Volatilität

Nach dem rekordverdächtigen Börsengang verliert die SpaceX-Aktie deutlich an Wert – Analysten rechnen mit starken Kursschwankungen.

SpaceX-Aktie bricht ein: Experten warnen vor anhaltender Volatilität

Die SpaceX-Aktie (SPCX) setzt ihren Rückgang fort und verlor zuletzt rund 10% auf etwa 173 US-Dollar. Damit folgte auf drei starke Gewinntage zunächst ein Minus von 5% am Mittwoch – der erste Verlusttag seit dem Börsengang am vergangenen Freitag – und anschließend ein weiterer Einbruch von fast 9% am Donnerstag. Der spektakuläre Börsenstart hatte SpaceX in die Riege der wertvollsten Unternehmen der Welt katapultiert.

Am Dienstag hatte SpaceX im Intraday-Handel sogar Amazon (AMZN) überholt und kurzzeitig den fünften Platz unter den wertvollsten Unternehmen der Welt belegt. Zeitweise näherte sich die Marktkapitalisierung der Marke von 3 Billionen US-Dollar – ein Niveau, das bisher nur vier Unternehmen erreicht haben: Apple (AAPL), Microsoft (MSFT), Nvidia (NVDA) und Alphabet (GOOG). Apple benötigte für diesen Meilenstein mehr als 40 Jahre, ebenso wie die anderen drei Konzerne.

Hohe Volatilität war erwartet worden

Marktbeobachter hatten die starken Kursschwankungen bereits im Vorfeld prognostiziert. Analysten des Analysehauses PitchBook warnten Anleger am Mittwoch ausdrücklich vor einer „Tesla-ähnlichen Volatilität" – und zwar in verstärkter Form. Als Hauptgründe nannten sie den ungewöhnlich geringen Streubesitz sowie die hohe Beteiligung von Privatanlegern.

„Ein anfänglicher Streubesitz von 4,2% und eine Zuteilung an Privatanleger von etwa 30% bereiten den Boden für Kursschwankungen von 20% bis 30% bei entsprechenden Impulsen", schrieben die PitchBook-Analysten. Sie fügten hinzu, dass die Aktie wahrscheinlich eher von Meilensteinen als von Fundamentaldaten getrieben werde, was „den Abstand zwischen einer Schlagzeile und einer Kursbewegung verkürzt". Für deutsche Privatanleger bedeutet das: Wer in SpaceX investiert, muss mit extremen Ausschlägen in beide Richtungen rechnen.

Die Kombination aus dem spekulativen Geschäftsmodell, dem geringen Streubesitz und dem starken Interesse institutioneller wie privater Anleger macht die Aktie besonders anfällig für schnelle und heftige Kursbewegungen. Hinzu kommt, dass einige Indexanbieter – darunter die Nasdaq – ihre Aufnahmekriterien angepasst haben, um SpaceX schneller in ihre Indizes aufzunehmen. Bereits ab Montag könnte die Aktie in erste Indizes aufgenommen werden, was durch den Kaufzwang passiver Indexfonds zusätzliche Nachfrage erzeugen könnte.

Musks Vermögen schwankt im Milliardentakt

Der Kursrückgang hat auch unmittelbare Auswirkungen auf das Vermögen von SpaceX-CEO Elon Musk. Der Kursrückgang am Mittwoch allein schmälerte sein Vermögen um geschätzte 56 Milliarden US-Dollar – ein Betrag, der größer ist als fast alle Einzel- und Familienvermögen weltweit. Insgesamt gibt es weniger als 40 Vermögen auf der Welt, die diesen Betrag übertreffen.

Musk gilt seit dem Börsengang als erster Billionär der Welt. Sein Anteil an SpaceX macht schätzungsweise 900 Milliarden US-Dollar seines Gesamtvermögens von 1,25 Billionen US-Dollar aus. Das bedeutet: Bereits kleine Kursschwankungen der SpaceX-Aktie verändern Musks Buchwert um zweistellige Milliardenbeträge.

Signalwirkung für Anthropic und OpenAI

SpaceX war der erste von drei erwarteten Mega-Cap-Börsengängen in diesem Jahr. Als nächste stehen die KI-Labore Anthropic und OpenAI in den Startlöchern. Beide Unternehmen haben bereits vertrauliche Unterlagen zur Vorbereitung ihrer Börsengänge eingereicht. Wann der Handel tatsächlich beginnt, dürfte jedoch maßgeblich von der weiteren Performance der SpaceX-Aktie abhängen.

Sollte sich die SpaceX-Aktie erholen und stabil über ihrem Emissionspreis von 135 US-Dollar halten, könnte das Anthropic und OpenAI das nötige Vertrauen geben, um von der Risikobereitschaft der Anleger zu profitieren. Halten die Verluste hingegen an, dürften die beiden KI-Unternehmen ihren Börsengang möglicherweise weiter hinauszögern. Für Anleger, die SpaceX noch vor einer möglichen Indexaufnahme am Montag kaufen, gilt: Sie zahlen zwar rund 20% weniger als Käufer zum Rekordhoch von über 225 US-Dollar am Dienstagmorgen – aber immer noch rund 30% mehr als zum Emissionspreis von 135 US-Dollar.

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