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SpaceX-Aktie fällt am ersten Tag im Nasdaq-100

Trotz Indexaufnahme verliert die SpaceX-Aktie 6,8 Prozent – breite Schwäche bei Technologiewerten belastet den Debüttag.

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SpaceX-Aktie fällt am ersten Tag im Nasdaq-100

Die Aktien von SpaceX haben ihren ersten Handelstag im Nasdaq-100 mit einem deutlichen Minus beendet. Inmitten eines breiten Rückgangs bei Technologiewerten fiel das Papier des Raketenbauers um 6,8 Prozent auf 149,47 US-Dollar. Damit liegt der Kurs zwar noch über dem Emissionspreis von 135 US-Dollar, aber klar unter dem Einstiegskurs von 150 US-Dollar, zu dem die Aktie am 12. Juni erstmals gehandelt wurde.

Besonders schmerzhaft für frühe Investoren: Zwischenzeitlich hatte die SpaceX-Aktie sogar die Marke von 200 US-Dollar überschritten. Der Rückgang auf unter 150 US-Dollar stellt damit ein enttäuschendes frühes Ergebnis für jene Anleger dar, die auf einen Kursschub durch die Indexaufnahme gesetzt hatten.

Indexaufnahme als erhoffter Kurstreiber

Die Erwartungen an den Nasdaq-100-Eintritt waren hoch. Investmentfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) mit einem verwalteten Vermögen von rund 800 Milliarden US-Dollar waren verpflichtet, SpaceX-Aktien zu kaufen, um die Performance des Nasdaq-100 abzubilden. Diese garantierte Nachfragequelle galt vielen Marktteilnehmern als potenzieller Kurstreiber.

Analysten hatten jedoch bereits im Vorfeld gewarnt, dass dieser Effekt möglicherweise schon eingepreist sein könnte. Tatsächlich war die Aktie in der Woche vor der Indexaufnahme bereits um knapp 6 Prozent gestiegen – ein Zeichen dafür, dass Marktteilnehmer die erwarteten Käufe vorweggenommen hatten.

„Hedgefonds und kurzfristig orientierte Händler haben auf die Nasdaq-Aufnahme spekuliert", erklärte Jay Hatfield, Chief Executive Officer bei Infrastructure Capital Advisors. Er ergänzte, dass die allgemeine Schwäche des Nasdaq am Dienstag die Situation zusätzlich belastet habe.

Spekulanten und Marktdynamik

Das Muster ist aus der Finanzwelt bekannt: Wenn eine Aktie in einen bedeutenden Index aufgenommen wird, kaufen spekulative Investoren die Papiere im Vorfeld, um von den erwarteten Pflichtankäufen der Indexfonds zu profitieren. Sobald diese Käufe abgeschlossen sind, verkaufen die Spekulanten ihre Positionen – was den Kurs unter Druck setzt. Genau dieses Szenario dürfte beim SpaceX-Debüt eine Rolle gespielt haben.

Hinzu kam die allgemeine Schwäche im Technologiesektor, die den Nasdaq-100 am Dienstag belastete und SpaceX zusätzlich in die Bredouille brachte. Das von Elon Musk geführte Unternehmen konnte sich diesem Gegenwind nicht entziehen.

Für deutsche Privatanleger, die SpaceX-Aktien über ETFs oder direkt halten, bleibt die Situation vorerst unübersichtlich. Der erste Handelstag im Nasdaq-100 war zwar ein Fehlstart, doch der Kurs liegt nach wie vor deutlich über dem ursprünglichen Emissionspreis von 135 US-Dollar – ein Puffer, der langfristig orientierten Investoren zumindest etwas Sicherheit bietet.

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