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Snaps Smart-Glasses-Sparte Specs setzt auf Qualcomm-Chips

Die neue Snap-Tochter Specs nutzt Qualcomm-Prozessoren für kommende KI-Smart-Glasses – ein erster strategischer Schritt im Wettbewerb gegen Meta.

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Snaps Smart-Glasses-Sparte Specs setzt auf Qualcomm-Chips

Snaps neu gegründete Smart-Glasses-Sparte Specs hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Qualcomm geschlossen. Die im Januar 2025 ins Leben gerufene Einheit wird für ihre kommenden Geräte die Snapdragon-XR-Prozessorplattform des Chip-Herstellers nutzen. Beide Unternehmen bestätigten die Vereinbarung am Freitag – finanzielle Details wurden dabei nicht genannt.

Die Specs-Smart-Glasses sollen noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen. Damit markiert die Partnerschaft mit Qualcomm den ersten bedeutenden strategischen Schritt der noch jungen Einheit. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist dabei keine Neuheit: Qualcomm-Chips haben bereits mehrere vorangegangene Generationen der entwicklerorientierten Smart-Glasses von Snap – bekannt unter dem Namen Spectacles – angetrieben.

Snap greift Meta mit eigenständiger Sparte an

Snap gründete die Specs-Einheit im Januar 2025 mit dem klaren Ziel, im wachsenden Markt für KI-gestützte Smart-Glasses gegen Meta zu konkurrieren. Metas Ray-Ban-KI-Brille, die in Zusammenarbeit mit dem Brillenkonzern EssilorLuxottica entwickelt wurde, hat sich als einer der wenigen echten Durchbruchserfolge im Wettbewerb um KI-Gadgets erwiesen. Snap will mit der neuen Struktur aufholen.

Die Specs-Sparte soll dem Team, das an den Smart-Glasses arbeitet, mehr operative Unabhängigkeit verschaffen. Gleichzeitig schafft die eigenständige Einheit Raum für externe Investitionen, wie der Snapchat-Mutterkonzern erklärte. Diese Struktur könnte Snap ermöglichen, gezielt Kapital für das Brillenprojekt einzuwerben, ohne den Gesamtkonzern zu belasten.

Aktivistischer Investor erhöht den Druck

Die Ankündigung fällt in eine angespannte Phase für Snap. Der aktivistische Investor Irenic Capital Management, der eine wirtschaftliche Beteiligung von rund 2,5 Prozent an den Class-A-Aktien von Snap offenlegte, forderte das Unternehmen in der vergangenen Woche auf, die Specs-Sparte entweder auszugliedern oder zu schließen. Zudem drängt Irenic auf eine deutliche Kostensenkung im Konzern.

Snap steht damit unter doppeltem Druck: Einerseits muss die Specs-Einheit beweisen, dass sie im hart umkämpften Markt für KI-Wearables bestehen kann. Andererseits verlangt ein einflussreicher Aktionär schnelle Ergebnisse oder einen klaren Schnitt. Die Partnerschaft mit Qualcomm ist ein erstes öffentliches Signal, dass Snap die Specs-Sparte ernsthaft voranbringen will.

Der Markt für KI-Smart-Glasses gilt als einer der vielversprechendsten Wachstumsbereiche im Technologiesektor. Neben Meta und Snap arbeiten zahlreiche weitere Unternehmen an entsprechenden Produkten. Qualcomm positioniert sich mit seiner Snapdragon-XR-Plattform als zentraler Chip-Lieferant für dieses Segment – ähnlich wie der Konzern einst den Smartphone-Markt mit seinen Prozessoren dominierte.

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