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SMIC-Aktie legt fast 6 Prozent zu – KI-Chip-Nachfrage treibt chinesische Halbleiter

Optimismus rund um chinesische KI-Chip-Entwicklungen beflügelt die Aktie von Semiconductor Manufacturing International deutlich.

SMIC-Aktie legt fast 6 Prozent zu – KI-Chip-Nachfrage treibt chinesische Halbleiter

Die Aktie von Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) hat am Montag kräftig zugelegt. Das Papier des chinesischen Chip-Auftragsfertigers stieg um knapp 5,9 Prozent und notierte bei HK$75,90. Damit gehörte SMIC zu den stärksten Gewinnern im chinesischen Halbleitersektor.

Der Kursanstieg war nicht auf SMIC allein beschränkt. Auch breitere chinesische Halbleiterwerte verzeichneten deutliche Zugewinne. Als gemeinsamer Treiber gilt wachsender Optimismus über lokale Bemühungen Chinas, fortschrittliche Prozessoren für künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln und einzusetzen.

ByteDance und Baidu als Katalysatoren

Einen wesentlichen Impuls lieferte eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach führt ByteDance, einer der bedeutendsten chinesischen KI-Entwickler und Mutterkonzern von TikTok, Gespräche mit dem Unternehmen Shanghai Iluvatar CoreX über den Kauf von KI-Chips für sogenannte Inferenz-Aufgaben. Inferenz bezeichnet dabei den Prozess, bei dem ein trainiertes KI-Modell aktiv Berechnungen durchführt – also etwa Anfragen von Nutzern beantwortet. Darüber hinaus zieht ByteDance laut Reuters auch ein Geschäft mit dem chinesischen Technologieriesen Baidu in Betracht.

Diese Meldungen sorgten für spürbare Bewegung im gesamten Sektor. Die Aktien von Iluvatar CoreX sprangen im Zuge der Berichte um knapp 4 Prozent nach oben. Das Unternehmen gilt als einer der aufstrebenden chinesischen Anbieter von KI-Beschleunigern und steht damit in direktem Wettbewerb mit internationalen Chipherstellern.

SMIC als Schlüsselakteur der chinesischen Halbleiterindustrie

SMIC nimmt in der chinesischen Halbleiterbranche eine besondere Rolle ein. Als größter Chip-Auftragsfertiger des Landes ist das Unternehmen ein zentrales Glied in der Lieferkette für heimische Chipentwickler. Angesichts der anhaltenden US-Exportbeschränkungen für fortschrittliche Halbleitertechnologie nach China gewinnt SMIC strategisch an Bedeutung – chinesische Technologieunternehmen sind zunehmend auf inländische Fertigungskapazitäten angewiesen.

Die aktuellen Kursbewegungen spiegeln das wachsende Interesse institutioneller und privater Anleger an der chinesischen KI-Infrastruktur wider. Die Nachfrage nach leistungsfähigen KI-Chips steigt weltweit rasant – und China versucht, diese Nachfrage zunehmend mit eigenen Lösungen zu decken. Gespräche wie jene zwischen ByteDance, Iluvatar und Baidu signalisieren, dass dieser Prozess an Fahrt aufnimmt.

Für Anleger bleibt der chinesische Halbleitersektor ein volatiles, aber potenziell chancenreiches Segment. Die geopolitischen Rahmenbedingungen, insbesondere die US-amerikanischen Exportkontrollen, bleiben ein zentrales Risiko. Gleichzeitig könnten staatliche Fördermaßnahmen und die steigende Binnennachfrage nach KI-Chips weiteren Rückenwind liefern.

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