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Shortseller im Rückzug: US-Aktienmarkt zeigt Schwäche

Analyse zeigt, welche Aktien Shortseller weiterhin im Visier haben und wo Chancen liegen

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Shortseller im Rückzug: US-Aktienmarkt zeigt Schwäche

Der US-Aktienmarkt befindet sich derzeit in einer Phase der Schwäche, was für professionelle Anleger, die auf fallende Kurse setzen, eigentlich eine willkommene Gelegenheit darstellt, Gewinne zu erzielen. Trotzdem zeigen aktuelle Daten, dass sogenannte Shortseller, die auf Kursverluste wetten, auf dem Rückzug sind. Laut einer Analyse des Finanzdatenanbieters S3 Partners haben Shortseller in den letzten 30 Tagen Wetten im Wert von etwa 41 Milliarden Dollar abgeschlossen. Dabei leihen sich diese Investoren Aktien und verkaufen sie sofort, in der Hoffnung, sie später zu einem günstigeren Preis zurückkaufen zu können, wenn die Aktienkurse fallen.

Das Geschäft der Shortseller ist einfach: Wenn die Aktienkurse tatsächlich sinken, erzielen sie Gewinne; steigen die Kurse jedoch, erleiden sie Verluste. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Short-Positionen darauf abzielen, auf fallende Kurse zu wetten. Einige dienen der Absicherung oder sind Teil einer komplexen Handelsstrategie.

Die meisten Deckungskäufe, bei denen Shortseller ihre Aktien zurückkaufen, um ihre Wetten zu beenden, erfolgten in den letzten 30 Tagen in den Sektoren Konsumgüter, Industriewerte, Immobilien und Finanzwerte. Dies spiegelt wider, dass Shortseller ihr Engagement in Sektoren reduzieren, die sich in einem Umfeld mit niedrigen Zinsen stärker erholen könnten, so der S3-Analyst Ihor Dusaniwsky.

Trotz des Rückzugs der Shortseller sind immer noch US-Aktien im Wert von fast einer Billion Dollar geshortet. Die wertvollsten Unternehmen stehen dabei im Fokus der Shortseller, wobei Apple und Microsoft mit jeweils 18,6 Milliarden Dollar an der Spitze stehen. Tesla, der E-Auto-Bauer, folgt knapp dahinter mit 18,5 Milliarden Dollar. Das Ranking basiert auf der Anzahl der geshorteten Aktien, multipliziert mit dem aktuellen Kurs, was den Wert der Short-Wetten, das sogenannte Short-Interest, ergibt.

Es ist interessant festzustellen, dass Apple Anfang Dezember den Spitzenplatz zurückerobert hat, nachdem es zuvor auf den zweiten Platz hinter Tesla gefallen war. Das Short-Interesse an Microsoft hingegen ist seit September stetig gestiegen, wie Dusaniwsky bemerkt.

Es gibt verschiedene Wege, das Verhalten der Shortseller zu analysieren, darunter das Short-Interest, Veränderungen bei den geshorteten Aktien und der Anteil der geshorteten Aktien an den frei handelbaren. Letztere Kennzahl zeigt die relative Dichte von Short-Wetten im Vergleich zur Marktstruktur. Große Unternehmen wie Apple und Microsoft weisen hier Werte von unter einem Prozent auf. Im Gegensatz dazu haben Finanzdienstleister wie B.Riley Financial (57,3 Prozent), E-Auto-Bauer wie Fisker (46,6 Prozent) und KI-Kreditplattformen wie Upstart (43,7 Prozent) deutlich höhere Short-Quoten.

Die Liste der Top Ten enthält auch bekannte Namen wie Carvana, Beyond Meat und Novavax, bei denen die Shortseller weiterhin auf fallende Kurse setzen. Eine Änderung ihrer Meinung könnte jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Kursentwicklung dieser Unternehmen haben.

AktienmarktUSAWall Street

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