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Santos schließt zwei LNG-Verträge mit POSCO und Western LNG

Australischer Energiekonzern sichert sich langfristige Abnahmeverträge für Flüssigerdgas aus Kanada.

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Santos schließt zwei LNG-Verträge mit POSCO und Western LNG

Das australische Energieunternehmen Santos hat am Dienstag zwei bedeutende Verträge im Bereich verflüssigtes Erdgas (LNG) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich um ein Lieferabkommen mit dem südkoreanischen Stahlkonzern POSCO sowie einen Kaufvertrag mit Western LNG.

Die Vereinbarungen markieren einen wichtigen Schritt für Santos, das sein globales LNG-Portfolio weiter ausbaut und diversifiziert. Beide Verträge haben eine mehrjährige Laufzeit und unterstreichen die wachsende Nachfrage nach Flüssigerdgas in Asien.

Liefervertrag mit POSCO Steel

Santos wird LNG an POSCO Steel auf „delivered ex ship“-Basis über einen Zeitraum von zehn Jahren liefern. Die Bezugsquelle ist das diversifizierte globale LNG-Portfolio von Santos. Der Lieferbeginn ist voraussichtlich im Jahr 2030 oder 2031 vorgesehen.

„Delivered ex ship“ bedeutet, dass der Verkäufer die Kosten und Risiken für den Transport bis zum Ankunftshafen trägt. Dies ist eine gängige Klausel im internationalen LNG-Handel und gibt dem Käufer Planungssicherheit.

Kaufvertrag mit Western LNG

Parallel dazu hat Santos einen Kaufvertrag mit Western LNG abgeschlossen. Das Unternehmen beabsichtigt, jährlich etwa eine Million Tonnen (mtpa) LNG aus dem geplanten Ksi-Lisims-Projekt in British Columbia, Kanada, auf „free-on-board“-Basis einzukaufen.

Der vorgeschlagene Vertrag sieht vor, dass Santos LNG für einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren bezieht. Die Lieferung soll voraussichtlich ab rund 2031 erfolgen.

Das Ksi-Lisims-Projekt

Bei Ksi Lisims handelt es sich um ein geplantes schwimmendes LNG-Exportprojekt mit einer Kapazität von zwölf Millionen Tonnen pro Jahr in British Columbia. Die Anlage soll auf Grundstücken errichtet werden, die der indigenen Nisga’a-Nation gehören.

Schwimmende LNG-Anlagen (FLNG) gelten als flexible und kosteneffiziente Alternative zu landbasierten Exportterminals. Sie ermöglichen die Verflüssigung und Verladung von Erdgas direkt auf See.

Aussagen des Managements

Kevin Gallagher, Managing Director und CEO von Santos, erklärte, dass die Vereinbarungen das anhaltende Wachstum und die Diversifizierung des globalen LNG-Portfolios des Unternehmens belegen. Das Portfolio decke den steigenden Energiebedarf von Kunden und Partnern in ganz Asien.

Marktreaktion

Die Aktien von Santos fielen am Dienstag um 1,7 Prozent auf 8,58 australische Dollar. Damit folgte der Titel dem allgemeinen Markttrend, der zuletzt um 0,9 Prozent im Minus lag. Die leichten Kursverluste sind vor allem auf die allgemeine Marktschwäche zurückzuführen und nicht auf die Vertragsankündigungen.

Bedeutung für den LNG-Markt

Die langfristigen Verträge zeigen, dass die Nachfrage nach LNG aus Asien ungebrochen ist. Südkorea zählt zu den größten LNG-Importeuren weltweit. POSCO als einer der führenden Stahlhersteller des Landes benötigt große Mengen Erdgas für seine Produktionsprozesse.

Gleichzeitig positioniert sich Santos mit dem Einkauf aus dem Ksi-Lisims-Projekt strategisch für die Zukunft. Kanada verfügt über reiche Erdgasvorkommen, der Zugang zu den asiatischen Märkten war jedoch bislang durch fehlende Exportinfrastruktur begrenzt.

Die Verträge geben dem Ksi-Lisims-Projekt zudem wichtige Abnahmesicherheit. Endgültige Investitionsentscheidungen für derartige Großprojekte hängen maßgeblich von langfristigen Abnahmeverträgen ab.

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