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Saba Capital torpediert Ausstiegsplan von Edinburgh Worldwide Investment Trust

Der US-Aktivist und zwei weitere Institutionen blockieren das Tender-Angebot – und erteilen auch Alternativplänen eine klare Absage.

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Saba Capital torpediert Ausstiegsplan von Edinburgh Worldwide Investment Trust

Saba Capital, der US-amerikanische Aktivistenfonds unter Führung von Boaz Weinstein, hat gemeinsam mit zwei weiteren institutionellen Investoren das geplante Tender-Angebot des Edinburgh Worldwide Ord (LSE: EWI) zu Fall gebracht. Der britische Investment Trust hatte seinen Aktionären einen kontrollierten Ausstieg angeboten – verbunden mit einer Beteiligung an möglichen künftigen Gewinnen aus der SpaceX-Position des Fonds. Doch die Abstimmung scheiterte deutlich.

Der Trust gab am späten Freitagabend bekannt, dass das vorgeschlagene Tender-Angebot bei einer Aktionärsabstimmung abgelehnt wurde. Rund 36,8 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals stimmten gegen den Vorschlag – und diese Gegenstimmen stammten nach Angaben des Trusts fast ausschließlich von Saba sowie „zwei weiteren Institutionen". In der Gesamtauswertung der abgegebenen Stimmen richteten sich 53,8 Prozent gegen das Tender-Angebot.

Was das Tender-Angebot beinhaltete

Das abgelehnte Angebot war so konzipiert, dass Anleger ihre Anteile zurückgeben konnten, dabei aber gleichzeitig eine gewisse Beteiligung an potenziellen künftigen Gewinnen aus dem SpaceX-Engagement des Trusts behalten hätten. Diese sogenannte „Uplift"-Komponente sollte den Ausstieg für Aktionäre attraktiver gestalten, indem sie nicht vollständig auf mögliche Kursgewinne durch einen SpaceX-Börsengang verzichten mussten.

Edinburgh Worldwide ist ein auf Wachstumsunternehmen spezialisierter Investment Trust, der unter anderem in nicht börsennotierte Technologieunternehmen investiert. SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, gilt als eine der bedeutendsten Positionen im Portfolio und ist ein zentrales Argument für Investoren, die auf einen künftigen Börsengang des Unternehmens setzen.

Vorstand warnt vor Machtwechsel auf der Hauptversammlung

Der Vorsitzende des Trusts, Jonathan Simpson-Dent, äußerte sich besorgt über die weiteren Aussichten. Er warnte vor einer „hohen Wahrscheinlichkeit", dass es Saba gelingen könnte, den derzeitigen Vorstand auf der Jahreshauptversammlung am 30. April zu stürzen und eigene Kandidaten in den Aufsichtsrat zu entsenden. Aktivistische Investoren wie Saba nutzen solche Hauptversammlungen regelmäßig, um Einfluss auf das Management von Investment Trusts zu gewinnen.

Als Reaktion auf das Scheitern des ursprünglichen Plans prüft der Trust nun alternative Tender-Angebote: eines kurz nach der Hauptversammlung und eines nach einem potenziellen SpaceX-Börsengang oder einem anderen Liquiditätsereignis. Der Vorstand verwies dabei darauf, dass Saba diese Optionen zuletzt selbst empfohlen hatte.

Doch Saba erteilte auch diesen Alternativplänen eine klare Absage. Der Aktivistenfonds erklärte zwar, grundsätzlich von der Idee solcher Tender-Angebote überzeugt zu sein, bezeichnete es jedoch als „unverantwortlich vom Vorstand, Zeit und Geld der Aktionäre zu verschwenden, indem er vor der Hauptversammlung ein weiteres Tender-Angebot verfolgt". Man werde solche Pläne nicht unterstützen.

Aktivismus bei britischen Investment Trusts auf dem Vormarsch

Der Konflikt zwischen Saba Capital und Edinburgh Worldwide steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung im britischen Investment-Trust-Sektor. Aktivistische Investoren aus den USA haben in den vergangenen Jahren zunehmend Trusts ins Visier genommen, die mit hohen Abschlägen zum Nettoinventarwert (NAV) handeln. Saba Capital ist dabei einer der aktivsten Akteure und hat bereits bei mehreren britischen Trusts Druck auf das Management ausgeübt.

Für Aktionäre von Edinburgh Worldwide bleibt die Lage ungewiss. Die Hauptversammlung am 30. April dürfte zur entscheidenden Weichenstellung werden – sowohl für die Zusammensetzung des Vorstands als auch für die künftige Strategie des Trusts.

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