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Saarländische Stahlindustrie drängt auf Grünen Stahl

Beschäftigte fordern Unterstützung für die Umstellung und den Erhalt von 14.000 Arbeitsplätzen

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Saarländische Stahlindustrie drängt auf Grünen Stahl

Die saarländische Stahlindustrie hat einen "Stahl-Aktionstag" ausgerufen, um auf die dringende Notwendigkeit von Fördergeldern für den Umbau zur klimafreundlichen Stahlproduktion hinzuweisen. Tausende Beschäftigte beteiligten sich an den Kundgebungen in Dillingen und Völklingen und appellierten an die Politik, rasche Entscheidungen zu treffen.

Die geplante Transformation zielt darauf ab, die herkömmliche Stahlproduktion auf "grünen Stahl" umzustellen, der unter Verwendung von Wasserstoff statt Kohle und Koks hergestellt wird. Der Förderantrag für dieses Projekt liegt seit neun Monaten beim Bundeswirtschaftsministerium, und trotz erneuter Kontaktaufnahme im Oktober gab es bisher keine Antwort von Wirtschaftsminister Robert Habeck. Die Saar-Stahlindustrie betont, dass es bei dieser Transformation um 14.000 Arbeitsplätze im Saarland geht.

Im Dezember 2022 wurde ein Plan im Wert von 3,5 Milliarden Euro vorgelegt, um bis 2027 jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-armer Stahl zu produzieren und 4,9 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Dies ist jedoch abhängig von Förderzusagen in Höhe von etwa 60 Prozent der Investitionskosten. Bis 2045 soll die gesamte Stahlproduktion an der Saar auf "grünen Stahl" umgestellt sein.

Der Präsident des Verbandes der Saarhütten, Heiko Maas, betonte die Dringlichkeit politischer Entscheidungen, insbesondere in Bezug auf die Einführung eines Brückenstrompreises und die Förderung des Umbaus der saarländischen Stahlproduktion. Er betonte auch, dass dieser Umbau die Grundlage für eine regionale und grenzüberschreitende Wasserstoffwirtschaft schafft.

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger schloss sich diesen Forderungen an und forderte die rasche Bereitstellung von Fördermitteln und einen Brückenstrompreis, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sicherzustellen.

Es wird darauf hingewiesen, dass Thyssenkrupp und Salzgitter bereits Milliarden-Beihilfen für ihre klimafreundlicheren Stahlprojekte erhalten haben, und die Saar-Stahlindustrie fordert nun eine vergleichbare Unterstützung, um nicht abgehängt zu werden.

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