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Russlands Ölgeschäfte trotzen Sanktionen

Exporterlöse steigen im Januar auf 15,8 Milliarden Dollar trotz US-Druck und Konflikt

Russlands Ölgeschäfte trotzen Sanktionen

Russlands Einnahmen aus dem Export von Rohöl und Ölprodukten sind im Januar auf 15,8 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um 900 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Dezember. Die Internationale Energieagentur (IEA) teilte mit, dass dieser Zuwachs auf höhere Ölpreise und stabile Exportmengen zurückzuführen sei. Die Einnahmen stiegen trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen, die im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine stehen.

Die Vereinigten Staaten hatten Anfang Januar das bislang umfassendste Sanktionspaket gegen russische Ölfirmen und Tanker verhängt, die russisches Öl transportieren. Einige dieser Sanktionen treten erst später im Februar oder im März in Kraft. Laut der IEA haben diese Maßnahmen bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf die weltweite Ölversorgung. Die Agentur, die die Industrienationen in Energiefragen berät, erklärte in ihrem monatlichen Bericht, dass die Ölexporte Russlands bisher weitgehend unbeeinträchtigt geblieben seien.

Russlands Exporte von Rohöl und Ölprodukten lagen im Januar mit etwa 7,4 Millionen Barrel pro Tag auf einem ähnlichen Niveau wie im Dezember. Die Lieferungen von Rohöl stiegen um 100.000 Barrel pro Tag auf 4,6 Millionen Barrel pro Tag. Im Gegenzug gingen die Exporte von Ölprodukten um die gleiche Menge auf 2,8 Millionen Barrel pro Tag zurück. Die IEA berichtete, dass die Märkte zu Jahresbeginn durch neue US-Sanktionen gegen Russland und Iran in Unruhe geraten seien. Dennoch habe sich die globale Ölversorgung bislang nicht spürbar verändert.

Die Politik der Vereinigten Staaten umfasst auch eine Strategie des maximalen Drucks auf den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Teherans Ölexporte auf null zu reduzieren, um das Land an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern. Die IEA erklärte, dass die iranischen Rohölexporte nur geringfügig zurückgegangen seien.

Russlands Ölexporte zeigen sich trotz der verschärften geopolitischen Lage stabil. Der Bericht der IEA deutet darauf hin, dass die bisher verhängten Strafmaßnahmen die Ausfuhrmengen Russlands nicht erheblich beeinträchtigt haben. Die Beobachtung der Entwicklung bleibt für die internationalen Energiemärkte von Bedeutung, da die Wirksamkeit der Sanktionen erst in den kommenden Monaten vollständig absehbar sein wird. Die Exporteinnahmen Russlands bewegen sich unterdessen auf einem hohen Niveau.

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