ANZEIGE

Russland stoppt kasachisches Öl durch Druschba-Pipeline nach Berlin

Moskau setzt Lieferungen über die Druschba-Pipeline aus und gefährdet damit die Energieversorgung Berlins und der umliegenden Region.

•• 3 Min
Russland stoppt kasachisches Öl durch Druschba-Pipeline nach Berlin

Russland plant, den Fluss von kasachischem Öl durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland im Mai zu stoppen. Betroffen ist die PCK-Raffinerie in Schwedt, rund 100 Kilometer nordöstlich von Berlin. Das Werk liefert 90 Prozent des Benzins, Kerosins und Heizöls für die deutsche Hauptstadt, ihren Flughafen und die umliegende Region.

Ein hochrangiger kasachischer Regierungsbeamter erklärte, der Schritt ziele in erster Linie darauf ab, Druck auf die EU und insbesondere auf Deutschland auszuüben – als größten Waffenlieferanten der Ukraine. „Jeden Monat sendet Moskau Kasachstan einen Zeitplan für die Öllieferungen über Russland. Im Zeitplan für Mai war die Druschba-Pipeline nicht enthalten", sagte der Beamte. Für Kasachstan selbst sei dies kein schwerwiegendes Problem, da die Exporte über diese Route relativ gering seien.

Russlands Begründung und politischer Hintergrund

Russlands stellvertretender Ministerpräsident Alexander Nowak erklärte am Mittwoch, die Entscheidung sei mit Kasachstan abgestimmt worden und hänge mit „technischen" Gründen zusammen. „Die Deutschen haben auf russisches Öl verzichtet, also geht es ihnen gut", wurde Nowak von der russischen Nachrichtenagentur Tass zitiert. Der kasachische Energieminister Jerlan Akkenschenow schloss ebenfalls technische Probleme nicht aus – möglicherweise als Folge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur.

Kasachstan begann erst 2023 mit dem Export von Öl über die Druschba-Pipeline. Laut dem kasachischen Regierungsbeamten war es Moskau selbst, das diese Initiative vorantrieb – in der Hoffnung, den Einfluss auf die PCK-Raffinerie zu behalten und deren Betrieb sicherzustellen, bis Russland die Chance erhält, die Kontrolle wiederzuerlangen.

PCK-Raffinerie: Spielball im Ukraine-Krieg

Die PCK-Raffinerie ist seit Jahren ein Symbol für Deutschlands einstige Energieabhängigkeit von Russland. Nachdem Europa, die USA und andere Verbündete 2022 eine Preisobergrenze für russisches Öl eingeführt hatten, stellte die Bundesregierung die Raffinerie unter Treuhandverwaltung. Die Eigentumsanteile wurden jedoch nicht beschlagnahmt: 54 Prozent der Anteile befinden sich weiterhin im Besitz des russischen Staatskonzerns Rosneft. Berlin verzichtete auf eine Enteignung aus Angst vor russischen Gegenmaßnahmen gegen deutsche Unternehmen in Russland.

Im vergangenen Jahr stand das Werk kurz vor dem Konkurs, nachdem die USA Sanktionen gegen Rosneft und dessen europäische Vermögenswerte verhängt hatten. Berlin sicherte sich zuletzt eine dauerhafte Ausnahmeregelung. Die staatliche kasachische Ölgesellschaft macht inzwischen mehr als 20 Prozent der Lieferungen für die PCK aus.

Berlin sucht nach Alternativen

Die Bundesregierung erklärte, sie arbeite an „alternativen Optionen" über den deutschen Hafen Rostock, der über eine Pipeline mit der PCK verbunden ist. Daneben erhält die Raffinerie auch Öl über den polnischen Hafen Danzig. Seit 2022 sucht Berlin intensiv nach Alternativen zum sibirischen Rohöl, das sechs Jahrzehnte lang durch die rund 4.000 Kilometer lange russische Pipeline nach Schwedt floss.

Christian Görke, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, warnte eindringlich: „Dies ist eine ernste, ja dramatische Situation für die PCK-Raffinerie und die Energieversorgung weiter Teile Deutschlands." Moskaus Vorgehen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung ohnehin mit steigenden Öl- und Kraftstoffpreisen zu kämpfen hat.

Russland hatte bereits 2022 die Gaslieferungen nach Europa über die Nord-Stream-Pipeline gestoppt und wiederholt damit gedroht, auch die verbleibenden Kohlenwasserstofflieferungen einzustellen. Im vergangenen Monat wies Präsident Wladimir Putin seine Regierung an, die „Machbarkeit" eines Stopps der Energielieferungen an den europäischen Markt zu prüfen. Auch der südliche Zweig der Druschba-Pipeline ist betroffen: Russische Öllieferungen nach Ungarn und in die Slowakei wurden nach einem russischen Drohnenangriff im Januar unterbrochen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Dienstag, die Pipeline sei repariert worden und bereit für die Wiederaufnahme der Lieferungen.

Druschba-PipelinePck-Raffinerie SchwedtKasachisches ÖlEnergieversorgung BerlinRosneftRussland EnergiewaffeÖllieferungen Deutschland

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.