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Russisches Gericht stoppt Verkauf der Raiffeisen-Tochter

Klage von Oligarch Deripaska verzögert Teilverkauf der Bank und behindert den Ausstieg

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Russisches Gericht stoppt Verkauf der Raiffeisen-Tochter

Die Raiffeisen Bank International (RBI) sieht sich aktuell mit einem bedeutenden Hindernis in ihrem Bemühen konfrontiert, ihre russische Tochtergesellschaft zu veräußern. Ein russisches Gericht hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die den Verkauf der Anteile an der Tochterbank vorerst blockiert. Diese Entscheidung betrifft sämtliche Aktien der russischen Bank und bringt den angestrebten Teilverkauf zum Stillstand. Die RBI plant, eine Mehrheitsbeteiligung an ihrer Tochterbank zu verkaufen, jedoch wird dieser Prozess durch die gerichtliche Entscheidung erheblich verzögert.

Das Verfahren steht im Zusammenhang mit einer Klage der russischen Rasperia Trading, die vom Oligarchen Oleg Deripaska kontrolliert wird. Die Klage richtet sich gegen den Wiener Baukonzern Strabag sowie dessen österreichische Kernaktionäre und auch gegen die russische Raiffeisen-Tochterbank. Dabei wird die Tochterbank als mit den anderen Beklagten in Verbindung stehend erwähnt, obwohl ihr kein Fehlverhalten vorgeworfen wird. Die RBI selbst ist nicht Teil des Verfahrens. Hintergrund der Klage ist das eingefrorene Aktienpaket der Rasperia Trading, das aufgrund der EU-Sanktionen blockiert ist, sodass Rasperia keine Dividenden aus der Beteiligung an Strabag erhält.

Trotz der gerichtlichen Entscheidung betont die RBI, dass die operative Geschäftstätigkeit ihrer russischen Tochter nicht beeinträchtigt ist. Ein Sprecher der Bank erklärte, dass das laufende Abbauprogramm der russischen Aktivitäten, das in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) umgesetzt wird, weiterhin fortgesetzt werden könne. Es bleibt möglich, Vorstandsmitglieder zu bestellen und Anweisungen an die Tochterbank zu geben. Lediglich die Übertragung der Anteile ist derzeit nicht durchführbar.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine prüft die Raiffeisen Bank International ihre Optionen, sich aus Russland zurückzuziehen. Bankchef Johann Strobl stellte in der jüngeren Vergangenheit einen Mehrheitsverkauf der russischen Tochterbank in Aussicht. Gleichzeitig steht die RBI unter Druck der EZB, ihr Geschäft in Russland schneller abzubauen. Die Veräußerung der russischen Aktivitäten bleibt somit ein zentrales Anliegen der Bank, das jedoch durch die aktuelle gerichtliche Verfügung eine erhebliche Verzögerung erfährt.

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