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Richemont und Signet prüfen Gebot für De Beers-Anteil von Anglo American

Der Cartier-Eigentümer und der US-Schmuckhändler diskutieren einen Beitritt zu einem Konsortium für Anglo Americans 85-Prozent-Beteiligung an De Beers.

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Richemont und Signet prüfen Gebot für De Beers-Anteil von Anglo American

Der Luxusgüterkonzern Richemont, Eigentümer der Schmuckmarke Cartier, und der US-amerikanische Schmuckhändler Signet Jewelers (NYSE: SIG) prüfen einem Medienbericht zufolge den Beitritt zu einem Konsortium. Dieses Konsortium will für den kontrollierenden Anteil von Anglo American (LSE: AAL) an dem Diamantenunternehmen De Beers bieten. Wie Reuters und Bloomberg am Donnerstag übereinstimmend berichteten, befinden sich beide Unternehmen in Gesprächen über eine solche Beteiligung.

Im Zentrum des Interesses steht die 85-prozentige Beteiligung, die der Bergbaukonzern Anglo American an De Beers hält. Anglo American verkauft diesen Anteil. Ein Verkauf dieser Größenordnung wäre ein bedeutender Vorgang im globalen Diamantensektor, in dem De Beers zu den bekanntesten Namen zählt.

Wer bietet mit wem?

Signet Jewelers ist ein US-amerikanischer Schmuckhändler, dessen Aktien an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel SIG gehandelt werden. Richemont kontrolliert das Schmuckhaus Cartier, eine der bekanntesten Luxusmarken der Welt. Mit Richemont und Signet würden sich damit zwei Unternehmen aus dem Schmuck- und Luxussegment an einem Diamantenproduzenten beteiligen.

Der Begriff Konsortium bezeichnet in der Finanzwelt einen Zusammenschluss mehrerer Investoren, die Kapital bündeln, um gemeinsam einen Anteil zu erwerben. Ein solches Vorgehen ist bei großen Transaktionen üblich, weil es die finanzielle Last verteilt und Risiken streut. Bei einer Beteiligung von 85 Prozent spricht man von einem kontrollierenden Anteil, weil der Erwerber die Mehrheit der Stimmrechte und damit die Kontrolle über das Unternehmen hält.

Offene Fragen zum Konsortium

Der Bericht lässt offen, wie das Konsortium genau zusammengesetzt wäre, welche weiteren Investoren beteiligt sind und welche Summe geboten werden soll. Auch ob Richemont und Signet bereits verbindliche Zusagen gemacht haben, geht aus den Angaben nicht hervor. Der vollständige Artikel von Northern Miner ist zudem nur für Abonnenten zugänglich, sodass weitere Details bislang nicht öffentlich einsehbar sind.

Für Anleger sind die genannten Börsenkürzel ein wichtiger Anhaltspunkt: Signet Jewelers notiert in New York unter SIG, Anglo American an der Londoner Börse unter AAL. Beide Titel sind damit für Investoren außerhalb der USA beziehungsweise Großbritanniens über die jeweiligen Handelsplätze zugänglich.

Die Nachricht fällt in eine Phase, in der sich der Bergbau- und Rohstoffsektor verstärkt neu ordnet. Anglo American hatte sich entschieden, seine Mehrheitsbeteiligung an De Beers abzugeben. Sollte ein Konsortium mit Beteiligung von Richemont und Signet zum Zuge kommen, würde ein Teil der Diamantenwertschöpfungskette wieder enger mit dem Schmuck- und Luxusgeschäft verzahnt.

Ob es tatsächlich zu einem Angebot kommt und wie ein solches Angebot aussehen würde, ist derzeit offen. Die Gespräche über einen Beitritt zu dem Konsortium befinden sich nach Angaben der Nachrichtenagenturen noch im Fluss. Anleger sollten die weitere Berichterstattung sowie mögliche offizielle Stellungnahmen der beteiligten Unternehmen aufmerksam verfolgen, bevor sie Schlüsse für ihre Anlagestrategie ziehen.

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