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Rheinmetall steigert Produktion von Artilleriegeschossen

Expansion und Investitionen sichern Europas Verteidigungsfähigkeit

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Rheinmetall steigert Produktion von Artilleriegeschossen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant eine deutliche Ausweitung seiner Produktionskapazitäten, um der gestiegenen Nachfrage nach Artilleriegranaten gerecht zu werden. Vorstandschef Armin Papperger kündigte an, dass die Kapazitäten für die Herstellung von Pulver, das unter anderem für die Treibladungen von Artilleriegeschossen benötigt wird, an einigen Standorten verdoppelt oder sogar verdreifacht werden sollen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 bis zu 700.000 Artilleriegeschosse pro Jahr zu produzieren, um Europa ausreichend versorgen zu können. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Wachstumsplans, den Papperger im Vorfeld eines Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz im Rheinmetall-Werk im niedersächsischen Unterlüß vorstellte.

Die Expansion umfasst neben der Erhöhung der Produktionskapazitäten in Deutschland auch Werke in Spanien und Ungarn. Der Spatenstich für die Erweiterung des Werks in Unterlüß, an dem auch Bundeskanzler Scholz teilnehmen wird, markiert den Beginn dieser neuen Phase. Die Erhöhung der Produktionskapazitäten ist auch eine Reaktion auf die politische Lage, insbesondere auf die Unterstützung der Ukraine. Papperger betonte die Wichtigkeit der amerikanischen Unterstützung für Europa und die Ukraine, die über große Reserven verfügen. Er äußerte sich besorgt über die nachlassende Unterstützung in den USA aufgrund innenpolitischer Konflikte und betonte die Notwendigkeit, die Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken.

Der Rheinmetall-Chef rechnet zudem mit einer Erhöhung des deutschen Verteidigungsbudgets nach dem Auslaufen des Sondervermögens für die Bundeswehr. Er sieht nur zwei Wege, um Deutschland verteidigungsfähig zu machen: eine substanzielle Erhöhung des Verteidigungsbudgets oder ein neues Sondervermögen. Papperger betonte die Bedeutung von Investitionen in die Rüstungsindustrie und erklärte, dass Rheinmetall in den vergangenen Jahren jeweils 700 bis 800 Millionen Euro vorfinanziert habe, um die Produktion hochzufahren.

Die Erhöhung der Produktionskapazitäten für Pulver in Deutschland und Spanien sowie der Bau eines neuen Pulverwerks in Rumänien sind konkrete Schritte, um die Produktionsziele zu erreichen. Papperger machte deutlich, dass Rheinmetall bereit ist, in den kommenden Jahren Vollgas zu geben, um die erforderlichen Mengen an Artilleriegeschossen zu produzieren. Er betonte jedoch auch, dass diese Produktionssteigerung nicht auf Dauer angelegt ist und dass die Kapazitäten nach zehn Jahren möglicherweise angepasst werden müssen.

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