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Revolut und Kartenanbieter verlieren Klage gegen Gebührenobergrenze

Der britische High Court hat eine Klage von Revolut, Visa und Mastercard gegen die geplante Deckelung von Transaktionsgebühren abgewiesen. Die Regulierungsbehörde PSR darf die stark gestiegenen Interchange-Gebühren für grenzüberschreitende Zahlungen begre

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Revolut und Kartenanbieter verlieren Klage gegen Gebührenobergrenze

Der britische Payment Systems Regulator (PSR) hat einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Der High Court in London entschied am Donnerstag, dass die Regulierungsbehörde berechtigt ist, eine Preisobergrenze für grenzüberschreitende Interbankenentgelte festzulegen. Revolut, Visa und Mastercard hatten gegen diese geplante Regulierung geklagt.

Drastischer Gebührenanstieg nach Brexit

Die sogenannten Interchange Fees sind seit dem Brexit massiv gestiegen. Zwischen 2021 und 2022 erhöhten Mastercard und Visa die grenzüberschreitenden Interbankenentgelte für Online-Transaktionen zwischen Großbritannien und dem Europäischen Wirtschaftsraum drastisch. Bei Verbraucher-Debitkarten stiegen die Gebühren von 0,2 Prozent auf 1,15 Prozent. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei Kreditkarten aus: von 0,3 Prozent auf 1,5 Prozent.

Diese Gebühren werden erhoben, wenn ein Kunde aus einem Land online bei einem Händler in einem anderen Land einkauft. Visa und Mastercard fungieren dabei als Vermittler zwischen den beteiligten Banken. Der PSR schätzt, dass diese Erhöhungen britische Unternehmen jährlich zusätzlich 150 bis 200 Millionen Pfund kosten.

Intensive Lobbyarbeit europäischer Finanzunternehmen

Der Vorschlag zur Gebührendeckelung hatte 2023 zu heftiger Gegenwehr geführt. Besonders europäische Banken und Fintech-Unternehmen liefen Sturm gegen die Pläne. Sie argumentierten, die Zahlungsabwicklung sei seit dem Brexit teurer geworden, insbesondere durch den Aufstieg digitaler Geldbörsen wie Apple Pay und Google Pay.

Für Fintechs sind diese Gebühren besonders wichtig, da sie im Gegensatz zu traditionellen Banken kaum Kredite vergeben und daher überproportional auf Zahlungsgebühren angewiesen sind. Ein europäischer Bankenverband warnte das britische Finanzministerium sogar, dass Banken "bei jeder Transaktion Geld verlieren" würden, da ihre Betriebskosten höher seien als die maximal zulässigen Gebühren.

Revolut und Kartenanbieter scheitern vor Gericht

Visa und Revolut hatten 2025 eine gerichtliche Überprüfung beantragt. Sie argumentierten, der PSR überschreite seine Befugnisse und schade dem Wettbewerb. Das Gericht wies diese Argumentation nun zurück. Visa, Revolut und Mastercard reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

Das Urteil fällt in eine Zeit, in der auch international über Gebührenbegrenzungen diskutiert wird. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump mit seiner Forderung nach einer Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent für Aufregung im Finanzsektor gesorgt.

Umsetzung noch offen

Die genaue Höhe der Preisobergrenzen sowie das Datum der Implementierung müssen noch vom PSR festgelegt werden. Allerdings hat die britische Regierung beschlossen, die Regulierungsbehörde PSR abzuschaffen und in die Financial Conduct Authority (FCA) zu integrieren. Wie sich dies auf die Umsetzung der Gebührenobergrenze auswirkt, bleibt abzuwarten.

Der PSR hatte die Deckelung konzipiert, "um britische Unternehmen vor Überzahlungen zu schützen", nachdem zahlreiche Beschwerden über die hohen Gebühren eingegangen waren. Für deutsche Unternehmen, die Geschäfte mit britischen Kunden abwickeln, könnte die Regelung ebenfalls Auswirkungen haben, da sie die Kosten für grenzüberschreitende Transaktionen beeinflussen wird.

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