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Renk plant Börsenrückkehr 2023

Zweiter Börsengang nach 100 Jahren, Fokus auf internationalem Wachstum

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Renk plant Börsenrückkehr 2023

Der Antriebsspezialist und Panzergetriebe-Hersteller Renk plant, 2023 erneut an die Börse zu gehen. Dies wäre der zweite Börsengang in der 150-jährigen Geschichte des Unternehmens, genau 100 Jahre nach dem ersten Börsengang im Jahr 1923. Das Augsburger Unternehmen strebt einen Börsengang bis Ende des Jahres an, wobei die genaue Zeitplanung von den Marktbedingungen abhängt. Es ist vorgesehen, die Aktien im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) zu listen.

Zwischen der offiziellen Ankündigung eines Börsengangs und dem ersten Handelstag vergehen in der Regel etwa vier Wochen. Daher könnte der Börsengang von Renk bereits bis Mitte Oktober erfolgen. Das Unternehmen plant ein öffentliches Angebot in Deutschland und Privatplatzierungen bei institutionellen Anlegern im Ausland. Christian Schulz, der Finanzchef von Renk, sieht in dem Börsengang eine Möglichkeit, zusätzliche Finanzierungsinstrumente für das Unternehmenswachstum zu erschließen. Für die Konzernchefin Susanne Wiegand stellt dieser Schritt eine logische Fortsetzung des Wachstumskurses dar.

Renk war bereits von 1923 bis 2020 an der Börse gelistet, bevor es vom Finanzinvestor Triton für 700 Millionen Euro übernommen und von der Börse genommen wurde. Triton, das sich auf mittelständische Unternehmen in verschiedenen Branchen spezialisiert hat, plant, einen bedeutenden Anteil von Renk zu veräußern, möchte jedoch Mehrheitseigentümer bleiben. Das Hauptgeschäft von Renk besteht zu 70 Prozent aus dem Rüstungsbereich, insbesondere aus Getrieben für Panzer und Marineeinheiten. Der Rest des Geschäfts ist zivil ausgerichtet, beispielsweise mit Getrieben für Kompressoren.

Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 7,9 Prozent auf 410 Millionen Euro gesteigert und einen bereinigten Betriebsgewinn von 5,5 Prozent erzielt. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Euro erwartet, wobei die Gewinnmarge zwischen 16 und 17 Prozent liegen dürfte. Mittelfristig strebt Renk ein Umsatzwachstum von zehn Prozent und eine Gewinnmarge von 19 bis 20 Prozent an.

Das Unternehmen verzeichnete zur Jahresmitte Aufträge im Wert von 1,7 Milliarden Euro, was laut Renk ein Rekordniveau darstellt. Vorstandschefin Wiegand sieht den weltweiten Bedarf an technologischer Erneuerung der Streitkräfte als einen der Haupttreiber für das Unternehmenswachstum. Renk beschäftigt über 3.400 Mitarbeiter und hat Produktionsstätten in mehreren Ländern, darunter Deutschland, die USA, die Schweiz, Großbritannien und Frankreich.

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