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Regierungen verschärfen Prüfungen gegen DeepSeek

Datenschutz- und Sicherheitsbedenken führen weltweit zu Verboten und Untersuchungen

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Regierungen verschärfen Prüfungen gegen DeepSeek

Die chinesische KI-Firma DeepSeek steht zunehmend im Fokus von Regierungen und Aufsichtsbehörden weltweit. Das Unternehmen hatte im Januar erklärt, ein KI-Modell entwickelt zu haben, das mit ChatGPT konkurrieren könne, dabei jedoch deutlich geringere Kosten verursache. Seitdem mehren sich in verschiedenen Ländern Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsstandards und des Umgangs mit personenbezogenen Daten.

Nach eigenen Angaben speichert DeepSeek zahlreiche persönliche Informationen, darunter Eingaben in das KI-System oder hochgeladene Dateien, auf Servern in China. Diese Praxis hat in mehreren Staaten zu konkreten Maßnahmen geführt. Regierungen und Datenschutzbehörden prüfen, ob die Datenspeicherung und -verarbeitung mit nationalen Sicherheitsinteressen und geltenden Datenschutzgesetzen vereinbar ist.

In Australien ist DeepSeek Anfang Februar von allen Regierungsgeräten verbannt worden. Die Entscheidung wurde mit möglichen Sicherheitsrisiken begründet. Auch die Tschechische Republik hat im Juli die Nutzung sämtlicher Dienste von DeepSeek innerhalb der öffentlichen Verwaltung untersagt, da Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit bestanden.

Frankreichs Datenschutzaufsicht kündigte im Januar 2025 an, das Unternehmen zu befragen, um ein besseres Verständnis der Funktionsweise des KI-Systems und möglicher Risiken für Nutzer zu erhalten. In Deutschland forderte eine Datenschutzbehörde Apple und Google im Juni dazu auf, die App aus ihren Stores zu entfernen, da Zweifel an der Sicherheit der Nutzerdaten geäußert wurden.

In Indien wies das Finanzministerium seine Mitarbeiter Anfang Februar an, KI-Tools wie ChatGPT und DeepSeek nicht für dienstliche Zwecke zu verwenden. Zur Begründung wurden Risiken für die Vertraulichkeit staatlicher Dokumente und Daten genannt. Italien hatte die App bereits im Januar 2025 blockiert, da unzureichende Informationen zur Nutzung persönlicher Daten vorgelegen hätten. Später beendete die Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung gegen DeepSeek nach verbindlichen Zusagen des Unternehmens.

Auch in den Niederlanden leitete die Datenschutzbehörde Ende Januar eine Untersuchung zu den Datenerhebungspraktiken von DeepSeek ein und riet Nutzern zur Vorsicht. Zusätzlich untersagte die Regierung Beamten die Nutzung der App mit Verweis auf die nationale Cyber-Sicherheitsstrategie.

In Südkorea wurden neue Downloads der App im Februar vorübergehend ausgesetzt, nachdem DeepSeek eingeräumt hatte, bestimmte Datenschutzvorgaben nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Die Nutzung wurde Ende April wieder freigegeben. Taiwan verbot Regierungsstellen die Verwendung des Dienstes wegen Sicherheitsbedenken und möglicher Zensur.

In den USA prüft die Regierung mögliche Strafmaßnahmen, die DeepSeek den Zugang zu US-Technologie verwehren könnten. Zudem wird über ein Verbot des Zugangs für amerikanische Nutzer diskutiert. Mehrere Abgeordnete und Senatoren forderten bereits Untersuchungen zu möglichen Sicherheitsrisiken chinesischer KI-Modelle.

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