Foxconn erzielt Rekordumsatz dank KI
Starkes viertes Quartal übertrifft Erwartungen und stützt Ausblick trotz Saisondelle

Taiwans Elektronikkonzern Foxconn hat im vierten Quartal einen neuen Umsatzrekord erzielt. Angetrieben wurde das Wachstum von einer anhaltend starken Nachfrage nach Produkten rund um künstliche Intelligenz. Der weltweit größte Auftragsfertiger für Elektronik meldete für den Zeitraum einen Umsatz von 2,6028 Billionen Taiwan-Dollar, was einem Anstieg von 22,07 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich.
Foxconn ist der größte Hersteller von Servern für Nvidia und zugleich der wichtigste iPhone-Auftragsfertiger für Apple. Das starke Quartalsergebnis lag auch über der LSEG-SmartEstimate-Schätzung von 2,418 Billionen Taiwan-Dollar, bei der Prognosen besonders treffsicherer Analysten stärker gewichtet werden. Nach Angaben des Unternehmens wuchs der Umsatz sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich deutlich stärker als erwartet.
Das Management erklärte, dass das hohe Wachstum im vierten Quartal eine anspruchsvolle Vergleichsbasis für den Jahresauftakt 2026 schaffe. Für das erste Quartal rechnet Foxconn bei klassischen Informations- und Kommunikationstechnologieprodukten mit einer saisonalen Abschwächung. Gleichzeitig soll die robuste Nachfrage nach KI-Server-Rack-Produkten dazu beitragen, dass sich die Geschäftsentwicklung dennoch im oberen Bereich der durchschnittlichen Spanne der vergangenen fünf Jahre bewegt.
Auf US-Dollar-Basis legte der Umsatz im vierten Quartal um 26,4 Prozent zu. Besonders stark entwickelte sich die Sparte für Cloud- und Netzwerkprodukte, die vom Boom bei KI-Anwendungen profitierte. Dagegen verzeichnete das Segment der smarten Unterhaltungselektronik, zu dem auch iPhones zählen, einen leichten Umsatzrückgang. Als Grund nannte das Unternehmen ungünstige Wechselkurse.
Allein im Monat Dezember erreichte Foxconn einen Umsatz von 862,86 Milliarden Taiwan-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von 31,77 Prozent im Jahresvergleich und stellte zugleich einen neuen Monatsrekord dar. Konkrete Prognosen für das Gesamtjahr gibt Foxconn traditionell nicht ab. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal ist für März vorgesehen.
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Zur AktienanalyseAn der Börse spiegelte sich die positive Entwicklung bereits im vergangenen Jahr wider. Die Aktie von Foxconn legte 2025 um 25,3 Prozent zu und entwickelte sich damit im Einklang mit dem breiten taiwanischen Markt. Am Berichtstag schloss das Papier mit einem Plus von 1,08 Prozent, während der Leitindex stärker zulegte.


