Regeneron übertrifft Quartalserwartungen dank starkem Dupixent-Geschäft
US-Pharmakonzern profitiert von Blockbuster-Medikament, während Eylea-Umsätze unter Druck geraten

Der US-Pharmakonzern Regeneron Pharmaceuticals hat am Freitag die Erwartungen der Analysten für das vierte Quartal übertroffen. Das Unternehmen profitierte dabei von der anhaltend starken Nachfrage nach seinem Ekzem-Medikament Dupixent, das gemeinsam mit dem französischen Partner Sanofi vermarktet wird. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei $11,44 und übertraf damit die Analystenschätzung von $10,62 deutlich.
Der Gesamtumsatz des Quartals belief sich auf $3,88 Milliarden und lag damit über den Erwartungen von $3,80 Milliarden. Dupixent entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens, da andere Produkte unter Druck geraten. Die von Sanofi verbuchten Dupixent-Umsätze stiegen im vierten Quartal um beeindruckende 34 Prozent auf $4,9 Milliarden und erfüllten damit die Analystenschätzungen.
Die positive Entwicklung bei Dupixent ist für Regeneron besonders wichtig, da das Augenmedikament Eylea zunehmend unter Konkurrenzdruck leidet. Die Gesamtumsätze von Eylea sanken im Berichtszeitraum um 28 Prozent auf $1,1 Milliarden und verfehlten damit die Erwartungen von $1,25 Milliarden deutlich. Billigere Biosimilar-Versionen und konkurrierende Behandlungen wie Vabysmo des Schweizer Pharmakonzerns Roche setzen dem einstigen Blockbuster zu.
Herausforderungen bei Eylea und regulatorische Hürden
Regeneron sah sich im vergangenen Jahr mehreren regulatorischen Rückschlägen ausgesetzt, die auf Probleme in einer Produktionsanlage von Catalent zurückzuführen waren. Diese Anlage wird mittlerweile von Novo Holdings betrieben. Die Schwierigkeiten führten zu Verzögerungen bei drei anhängigen Zulassungsanträgen für Eylea bei der US-Arzneimittelbehörde FDA.
Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass die FDA nun einen neuen Hersteller für die Abfüllung der Fläschchen der hochdosierten Eylea-Version zugelassen habe. Eine Entscheidung über den Zulassungsantrag wird im zweiten Quartal 2026 erwartet. Diese Entwicklung könnte helfen, die Produktionsengpässe zu überwinden und die Verfügbarkeit des wichtigen Augenmedikaments zu verbessern.
Patentverlust bei Dupixent wirft Schatten voraus
Trotz der aktuell positiven Zahlen richten Investoren ihren Blick bereits auf die Zukunft. Die Schlüsselpatente von Dupixent laufen ab 2031 aus, was erhebliche Umsatzeinbußen nach sich ziehen wird. Sanofi-Finanzvorstand François-Xavier Roger räumte am Donnerstag ein, dass das Unternehmen den Umsatzverlust nicht vollständig wird ausgleichen können, sobald Dupixent – der größte Umsatzträger von Sanofi – patentfrei wird.
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Zur AktienanalysePositiv entwickelte sich hingegen das Krebsmedikament Libtayo. Die Umsätze stiegen auf $425 Millionen und übertrafen damit die Analystenschätzung von $375,68 Millionen. Dies zeigt, dass Regeneron durchaus über weitere vielversprechende Produkte in seiner Pipeline verfügt.
Preisverhandlungen mit Trump-Administration
Investoren warten zudem gespannt auf eine mögliche Vereinbarung zwischen Regeneron und der Trump-Administration zur Senkung der Preise für verschreibungspflichtige Medikamente. Andere Arzneimittelhersteller, die im vergangenen Jahr entsprechende Schreiben vom US-Präsidenten erhalten hatten, haben bereits ähnliche Vereinbarungen getroffen. Eine solche Einigung könnte die Zukunftsaussichten des Unternehmens beeinflussen und wird von der Börse aufmerksam beobachtet.


