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Rakuten Bank Aktie bricht nach Fintech-Fusionsplänen ein

Neue Umstrukturierungsgespräche bei Rakuten schicken die Bankaktie auf ein Fast-Einmonatstief.

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Rakuten Bank Aktie bricht nach Fintech-Fusionsplänen ein

Die Aktie der Rakuten Bank (TYO: 5838) ist am Donnerstag um 12,7 Prozent auf 6.946 Yen abgestürzt – den tiefsten Stand seit fast einem Monat. Auslöser war die Ankündigung der Muttergesellschaft Rakuten Inc (TYO: 4755), die Gespräche über eine umfassende Umstrukturierung ihrer Fintech-Einheiten wieder aufzunehmen. Die Aktie von Rakuten Inc selbst gab moderat um 0,2 Prozent nach.

Gemäß dem vorgeschlagenen Plan sollen die Rakuten Bank, Rakuten Card und Rakuten Securities in einer gemeinsamen Gruppe fusioniert werden. Rakuten Inc teilte dies in einer offiziellen Pflichtmitteilung mit. Es wäre bereits der zweite Anlauf innerhalb von zwei Jahren – ein erster Versuch war Ende 2024 weitgehend gescheitert.

Interessenkonflikt im Fokus der Anleger

Die Wiederaufnahme der Fusionsgespräche weckt bei Investoren erhebliche Bedenken. Im Mittelpunkt steht ein potenzieller Interessenkonflikt zwischen Rakuten Inc und den Minderheitsaktionären der Rakuten Bank. Der Mutterkonzern hält rund 49 Prozent an der Tochtergesellschaft.

Kritiker befürchten, dass eine Umstrukturierung vorrangig der Rakuten Group zugutekommen könnte, die in den vergangenen Jahren mit steigenden Kosten und wachsender Verschuldung zu kämpfen hatte – und weniger den außenstehenden Aktionären der Bank. Diese Sorge hatte bereits im Juni 2024 zu einem kräftigen Kursrückgang der Rakuten-Bank-Aktie geführt, als die Reorganisationspläne erstmals bekannt wurden.

Rakuten Inc reagierte auf die Kritik und erklärte, dass die Rakuten Bank einen unabhängigen Sonderausschuss zur Prüfung der geplanten Reorganisation eingerichtet habe. Zudem betonte der Konzern, dass die Umstrukturierung nicht fortgesetzt werde, sollten die Gespräche zu keinem für alle Seiten vorteilhaften Ergebnis führen.

Aufsichtsbehörden beobachten den Prozess

Die Unsicherheit rund um die Transaktion hat auch japanische Regulierungsbehörden auf den Plan gerufen. Bereits beim ersten Versuch 2024 hatten Aufsichtsstellen den Prozess kritisch begleitet, nachdem die Gespräche ohne konkretes Ergebnis versandeten. Für deutsche Anleger, die in japanische Technologie- und Finanzwerte investiert sind, verdeutlicht der Fall die besonderen Risiken bei Konzernen mit komplexen Beteiligungsstrukturen.

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