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Qualcomm-Aktie stürzt 10% ab: Speicherengpass belastet Quartalsprognose

Chiphersteller verfehlt Analystenerwartungen trotz starker Quartalszahlen – weltweite DRAM-Knappheit bremst Smartphone-Geschäft.

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Qualcomm-Aktie stürzt 10% ab: Speicherengpass belastet Quartalsprognose

Die Aktie des US-Chipkonzerns Qualcomm ist am Mittwoch im nachbörslichen Handel um bis zu 10 Prozent eingebrochen. Grund ist eine enttäuschende Prognose für das laufende Quartal, die deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleibt. Das Unternehmen macht eine weltweite Speicherknappheit für die schwache Vorhersage verantwortlich.

Für das zweite Geschäftsquartal rechnet Qualcomm mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,45 und 2,65 US-Dollar bei Erlösen von 10,2 bis 11 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Konsens jedoch mit Umsätzen von 11,11 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,89 Dollar je Aktie gerechnet. Die Verfehlung der Erwartungen wiegt umso schwerer, als das abgelaufene erste Quartal die Prognosen noch übertroffen hatte.

Finanzchef Akash Palkhiwala führte die Prognoselücke direkt auf die angespannte Lage am Speichermarkt zurück. Große Aufträge für Rechenzentrumsspeicher beanspruchen derzeit die Produktionskapazitäten, die normalerweise für Smartphone-Komponenten zur Verfügung stehen. Die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur verschärft den Engpass zusätzlich.

Smartphone-Markt im Upgrade-Zyklus

CEO Cristiano Amon betonte, dass die Nachfrage nach Mobiltelefonen weiterhin robust sei und sich der Markt in einem Upgrade-Zyklus befinde. Allerdings erwartet er erhebliche Probleme in der Smartphone-Lieferkette. Qualcomm geht davon aus, dass sich die Hersteller verstärkt auf Premium-Geräte konzentrieren werden, die Preissteigerungen bei Speicherchips besser verkraften können als Budget-Smartphones.

Im abgelaufenen Quartal erzielte Qualcomm im Mobilfunkgeschäft Umsätze von 7,82 Milliarden Dollar, ein Plus von 3 Prozent im Jahresvergleich. Der Gesamtumsatz stieg um 5 Prozent. Amon hob hervor, dass Qualcomm besonders im Premium-Segment wettbewerbsfähig sei – ein Bereich, der angesichts der Speicherproblematik an Bedeutung gewinnt.

Wachstum jenseits des Smartphone-Geschäfts

Die kleineren Geschäftsbereiche entwickelten sich dynamischer als das Kerngeschäft. Die IoT-Sparte (Internet of Things), die unter anderem den Chip für die Meta Ray-Ban Smart Glasses umfasst, steigerte den Umsatz um 9 Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar. Noch stärker wuchs das Automobilgeschäft mit einem Plus von 15 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Qualcomm liefert hier Chips an Hersteller wie Toyota.

Beim hochprofitablen Lizenzgeschäft (QTL), bei dem Qualcomm sein geistiges Eigentum für Technologien wie 5G an andere Hardwareunternehmen lizenziert, erzielte der Konzern Erlöse von 1,59 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn belief sich im ersten Geschäftsquartal auf 3 Milliarden Dollar oder 2,78 Dollar je Aktie, verglichen mit 3,18 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Umsätze aus dem neuen Rechenzentrumsgeschäft mit KI-Chips werden laut Qualcomm voraussichtlich erst ab dem Geschäftsjahr 2027 verbucht. Ob Smartphone-Hersteller die höheren Speicherpreise an Endkunden weitergeben, bleibt abzuwarten.

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