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Porsche kämpft mit sinkenden Absatzzahlen

Rückgang in China und Probleme beim Taycan belasten den Autobauer

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Porsche kämpft mit sinkenden Absatzzahlen

Porsche hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 weltweit insgesamt 226.026 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Insbesondere der chinesische Markt und der Elektrosportwagen Taycan tragen zu diesem Rückgang bei. Die Absatzzahlen in China fielen um 29 Prozent, und der Taycan verzeichnete einen drastischen Rückgang von 50 Prozent, da viele Kunden auf das überarbeitete Modell mit verbesserten Batterien warten. Porsche hat darauf reagiert, indem es die Produktion gedrosselt und Schichten gestrichen hat.

Ein weiteres Problemfeld für Porsche ist die Modellpolitik. Derzeit befinden sich vier von sechs Modellreihen im Übergang, was zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit führte. Die neuen Versionen des Panamera, Macan und des klassischen 911 sollen jedoch bald verfügbar sein. Der neue vollelektrische Kompakt-SUV Macan wird ebenfalls mit Verzögerung auf den Markt kommen, da es in der Softwareentwicklung zu Problemen kam. Porsche setzt große Hoffnungen auf den neuen Macan, der ab sofort an Kunden ausgeliefert wird. Ein weiteres hausgemachtes Problem betrifft den Macan mit Verbrennungsmotor, der in der EU aufgrund mangelnder Cybersicherheits-Updates nicht mehr verkauft werden darf.

In Nordamerika sanken die Verkaufszahlen um fünf Prozent. Auch hier wurde der Rückgang durch Modellwechsel beeinflusst. Gleichzeitig stiegen die Verkaufszahlen des Cayenne um 20 Prozent, mit knapp 77.686 verkauften Einheiten. Damit bleibt der Cayenne die wichtigste Stütze des Porsche-Geschäfts, da fast jeder dritte verkaufte Porsche ein Cayenne ist.

In Deutschland lief das Geschäft hingegen besser, mit einem Anstieg der Auslieferungen um acht Prozent auf fast 27.000 Fahrzeuge. In anderen europäischen Ländern stagnierte der Absatz bei rund 52.000 Fahrzeugen. In Übersee- und Wachstumsmärkten, wie Afrika, Lateinamerika und Asien, konnte Porsche ein Plus von drei Prozent verzeichnen.

Trotz der Absatzeinbrüche bleibt Porsche-Chef Oliver Blume optimistisch. Er kündigte einen Sparkurs an, um die Forschungs- und Entwicklungskosten zu senken und die Vertriebsstrukturen anzupassen. Die Zielmarke von 250.000 bis 300.000 Fahrzeugen pro Jahr scheint jedoch schwer erreichbar, nachdem 2023 noch 320.000 Sportwagen verkauft wurden. Der Aktienkurs von Porsche ist ebenfalls enttäuschend und liegt mit unter 70 Euro deutlich unter dem Ausgabepreis beim Börsengang vor zwei Jahren.

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