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Politische Spannungen belasten Asiens Börsen deutlich

Chinas Stabilität und Japans schwache Verbraucherausgaben prägen das Marktgeschehen

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Politische Spannungen belasten Asiens Börsen deutlich

Die asiatischen Börsen haben am Freitag unter dem Einfluss politischer Spannungen in Südkorea nachgegeben. In Südkorea wächst der Druck auf Präsident Yoon Suk Yeol, da nun auch der Vorsitzende der Regierungspartei dessen Amtsenthebung fordert. Dies beeinflusste die Marktstimmung in der gesamten Region negativ. Besonders betroffen war die japanische Börse, die im Anschluss an die Verluste der US-Börsen vom Donnerstag ebenfalls schwächer tendierte.

In Tokio sank der Nikkei-Index, der 225 führende Unternehmen umfasst, um 0,8 Prozent auf 39.097,26 Punkte. Der breitere Topix-Index fiel um 0,5 Prozent auf 2.728,43 Punkte. Neben den politischen Unsicherheiten belasteten auch neue Daten zu den Verbraucherausgaben die Märkte. Laut dem japanischen Innenministerium gingen die Ausgaben im Oktober zwar weniger stark zurück als erwartet, jedoch bleibt der Konsum insgesamt schwach. Dies stellt weiterhin eine Herausforderung für die politische Steuerung dar. Anleger richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Sitzung der Bank of Japan Mitte Dezember, bei der mögliche Entscheidungen über Zinserhöhungen erwartet werden. Medienberichte deuteten jedoch an, dass die Bank of Japan in diesem Monat eine Pause einlegen könnte.

Im Gegensatz dazu zeigte sich die Börse in China stabil. Der Shanghai-Index legte um 1,2 Prozent auf 3.410 Punkte zu, während der Index der führenden Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 1,6 Prozent auf 3.983 Zähler stieg. Diese Entwicklung wurde unter anderem durch politische Maßnahmen im Umweltbereich gestützt. Das chinesische Umweltministerium gab bekannt, die Öffentlichkeit zu den neuen Leitlinien für Emissionsmessungen im Stahlsektor einzubeziehen. Dies ist Teil eines umfassenderen Plans zur Ausweitung des Emissionshandelssystems auf Branchen wie Stahl, Zement und Aluminium bis Ende des Jahres. Für viele Unternehmen bedeutet dies, ihre Überwachungsinfrastruktur zu verbessern, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Chinas Stahlsektor, verantwortlich für etwa 17 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen, steht dabei besonders im Fokus. Die durchschnittlichen Emissionen von 2,3 Tonnen Kohlendioxid pro Tonne Stahl liegen deutlich über dem globalen Durchschnitt von 1,4 Tonnen. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Think Tanks Asia Research & Engagement unterstreicht die Dringlichkeit dieser Maßnahmen.

Parallel dazu beobachten Anleger weltweit die Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt, da der Arbeitsmarktbericht für November im Laufe des Tages erwartet wird. Dieser könnte Hinweise darauf geben, wie die US-Notenbank Federal Reserve ihre zukünftige Zinspolitik gestaltet. Währenddessen blieben die Preise für Rohöl nahezu unverändert. Brent-Öl aus der Nordsee wurde zuletzt bei 72,03 Dollar pro Barrel gehandelt, während der Preis für US-Öl (WTI) bei 68,29 Dollar stagnierte.

AsienAktienmarktBörseNikkeiTopixShanghai Yen

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