Polens Zentralbank: Inflationsschock fiel geringer aus als erwartet
Notenbankchef Glapinski sieht Inflation unter Kontrolle und hält das aktuelle Zinsniveau weiterhin für angemessen.

Der polnische Zentralbankpräsident Adam Glapinski hat am Mittwoch Entwarnung gegeben: Der mit dem Nahost-Konflikt verbundene Inflationsschock sei weniger schwerwiegend ausgefallen als ursprünglich befürchtet. Das aktuelle Zinsniveau bleibe weiterhin angemessen, betonte der Notenbankchef.
Glapinski erklärte zudem, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Vergleich zum Vormonat abgenommen habe. Damit sendet die Narodowy Bank Polski – die polnische Nationalbank – ein klares Signal der geldpolitischen Stabilität. Künftige Zinsentscheidungen sollen datenabhängig getroffen werden, wie Glapinski unterstrich.
Inflation und Zloty unter Kontrolle
Der Notenbankchef zeigte sich zuversichtlich, was die Preisentwicklung im Land betrifft: Die Inflation sei unter Kontrolle, und die polnische Währung, der Zloty, bleibe stabil. Beide Faktoren sind für die wirtschaftliche Planungssicherheit in Polen von zentraler Bedeutung.
Auch auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich laut Glapinski eine Entspannung ab. Die Lage habe sich zuletzt beruhigt, was den Druck auf die Löhne und damit indirekt auf die Inflation verringern dürfte. Die Zentralbank werde die Entwicklungen weiterhin auf monatlicher Basis beobachten und ihre Geldpolitik entsprechend ausrichten.
Bedeutung für den europäischen Kontext
Polen ist als eine der größten Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Die Geldpolitik der Narodowy Bank Polski wird von Investoren und Analysten aufmerksam verfolgt, da sie Rückschlüsse auf die Inflations- und Zinsentwicklung in den EU-Mitgliedstaaten außerhalb der Eurozone erlaubt.
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Zur AktienanalyseDer Nahost-Konflikt hatte zuletzt in vielen Ländern Sorgen vor einem erneuten Energiepreisschock und damit verbundenen Inflationsrisiken ausgelöst. Dass dieser Effekt in Polen geringer ausfiel als erwartet, dürfte Anleger und Marktteilnehmer beruhigen. Die Aussicht auf ausbleibende Zinserhöhungen stützt in der Regel sowohl Anleihe- als auch Aktienmärkte.
Die Zentralbank bleibt nach eigenen Angaben wachsam und wird die wirtschaftliche Lage monatlich neu bewerten. Damit behält sich Glapinski die nötige Flexibilität vor, um auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können.


