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Photovoltaik-Markt in Turbulenzen

Solaredge's Umsatzwarnung beeinflusst europäische Aktienmärkte

Photovoltaik-Markt in Turbulenzen

Die Aktienmärkte erlebten eine Schockwelle, als Solaredge, ein namhafter Photovoltaik-Experte aus den USA, seine Erwartungen an Umsatz und Gewinn drastisch senkte. Dies hatte nicht nur direkte Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens, sondern beeinflusste auch andere Akteure im internationalen Solarmarkt.

Die Anleger wurden kalt erwischt, als Solaredge am Donnerstag nach Börsenschluss seine vorläufigen Zahlen vorstellte, die deutlich hinter den Marktprognosen zurückblieben. Der darauffolgende Freitag sah einen dramatischen Verlust von 27 Prozent im Wert der Solaredge-Aktie. Zvi Lando, der Vorstandschef des Unternehmens, erklärte, dass sie im dritten Quartal 2023 massive unerwartete Stornierungen und Auftragsverschiebungen von ihren europäischen Partnern erlebt haben. Dies führte zu einer starken Revision der Geschäftsaussichten.

Ursprünglich hatte Solaredge einen Umsatz von bis zu 920 Millionen Dollar für das dritte Quartal prognostiziert. Doch nach den neuesten Erkenntnissen wurde diese Prognose auf maximal 730 Millionen Dollar reduziert. Dies ist weit entfernt von den 909 Millionen Dollar, die Marktanalysten erwartet hatten. Darüber hinaus wurden auch die Erwartungen an die Bruttomarge von vormals 28-31 Prozent auf 20,1-21,1 Prozent heruntergesetzt. Das operative Ergebnis, das ursprünglich zwischen 115 und 135 Millionen Dollar liegen sollte, wird nun auf einen Wert zwischen zwölf und 31 Millionen Dollar geschätzt.

Aber die Auswirkungen beschränkten sich nicht nur auf Solaredge. Die negative Stimmung breitete sich schnell auf andere Akteure des Solarmarkts aus, insbesondere in Deutschland. Der deutsche Solartechnikkonzern SMA Solar erlebte einen drastischen Kursrückgang, wobei seine Aktien um fast neun Prozent fielen. Dies machte das Unternehmen zu einem der am schlechtesten abschneidenden Werte im MDax.

Analysten der US-Bank Jefferies äußerten ihre Bedenken hinsichtlich der Auftragslage von SMA Solar für das vierte Quartal. Sie gaben an, dass der niedrige Auftragsbestand zu Jahresbeginn die Schätzungen für 2024 beeinflussen könnte. In einem Kommentar zur Situation sagten sie: "Wir bleiben vorsichtig". Es bleibt abzuwarten, wie sich die volatilen Marktbedingungen in den kommenden Wochen entwickeln werden und ob andere Unternehmen ähnliche Revisionen ihrer Geschäftserwartungen vornehmen werden.

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