PayPay plant US-Börsengang mit Bewertung von 13,4 Milliarden Dollar
SoftBanks japanische Zahlungs-App strebt einen Nasdaq-IPO an und könnte bis zu 1,1 Milliarden Dollar einsammeln.

Der japanische Zahlungsdienstleister PayPay, eine Tochter der SoftBank Group, plant einen Börsengang in den USA. Laut einer Pflichtmitteilung vom Montag sollen rund 55 Millionen American Depositary Shares (ADS) zu einem Preis zwischen 17 und 20 US-Dollar angeboten werden. Bei der Obergrenze des Preisbandes würde das Unternehmen mit bis zu 13,4 Milliarden US-Dollar bewertet.
PayPay wurde 2018 gegründet und hat sich seitdem zur dominanten Zahlungs-App in Japan entwickelt. Bis Ende 2025 zählte das Unternehmen 72 Millionen registrierte Nutzer – das entspricht laut eigenen Angaben rund 75 Prozent aller Smartphone-Nutzer in Japan. Diese beeindruckende Marktdurchdringung dürfte Investoren überzeugen.
SoftBank behält Kontrolle nach dem Börsengang
Trotz des Börsengangs bleibt die Kontrolle fest in den Händen der SoftBank Group. Unternehmen des japanischen Technologiekonzerns werden nach dem IPO einen stimmberechtigten Anteil von rund 91,8 Prozent halten – vorausgesetzt, die Konsortialbanken üben ihre Mehrzuteilungsoption nicht aus. Für Privatanleger bedeutet das: PayPay bleibt operativ eng an SoftBank gebunden.
SoftBank-Chef Masayoshi Son machte zuletzt auch mit einer anderen Großinvestition Schlagzeilen. Der Technologiemilliardär kündigte an, in diesem Jahr weitere 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren. Damit steigt das Gesamtengagement des Konzerns beim ChatGPT-Entwickler auf 64,6 Milliarden US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion soll SoftBank einen Anteil von rund 13 Prozent an OpenAI halten.
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Zur AktienanalyseWachstumsmarkt Mobile Payment in Japan
Der japanische Markt für mobile Zahlungen gilt als einer der dynamischsten in Asien. PayPay profitiert dabei von einem starken Heimmarkt und einer treuen Nutzerbasis. Für deutsche Anleger, die in den asiatischen Fintech-Sektor investieren möchten, könnte der bevorstehende IPO ein interessanter Einstiegspunkt sein. Der genaue Ausgabetermin wurde bislang noch nicht bekanntgegeben.


