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Oregon zieht Antrag zur Blockierung des Paramount-Warner-Deal zurück

Der US-Bundesstaat Oregon stoppt seinen juristischen Vorstoß gegen die 110-Milliarden-Dollar-Fusion – prüft aber weitere Schritte.

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Oregon zieht Antrag zur Blockierung des Paramount-Warner-Deal zurück

Das Büro des Generalstaatsanwalts von Oregon hat seinen gerichtlichen Antrag auf Aufschub der geplanten Übernahme von Warner Bros. durch Paramount zurückgezogen. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Der Deal hat ein Volumen von 110 Milliarden US-Dollar und würde zwei der vier großen Hollywood-Studios zusammenführen.

Oregon begründete den Rückzug des Antrags mit dem Verhalten von Paramount. „Paramount hat deutlich gemacht, dass sie der Ermittlungsaufforderung nicht nachkommen werden und dass sie glauben, über dem Gesetz zu stehen. Wir werden nicht zulassen, dass sie die Ressourcen der Bürger von Oregon für diese Spielchen verschwenden", erklärte das Justizministerium von Oregon in einer Stellungnahme gegenüber Reuters. Gleichzeitig machte die Behörde klar, dass die Angelegenheit damit nicht erledigt ist: „Wir haben den Antrag zurückgezogen, um unsere nächsten Schritte zu prüfen."

Der Generalstaatsanwalt von Oregon, Dan Rayfield, hatte Anfang dieser Woche ein Gericht im Multnomah County gebeten, Paramount zur Herausgabe von Unterlagen zu verpflichten und den Deal um 60 Tage zu verschieben. Ziel war es, dem Bundesstaat ausreichend Zeit zur Prüfung der Transaktion zu geben. Zudem hatte Paramount zugestimmt, die Transaktion angesichts der staatlichen Prüfung nicht vor dem 22. Juli abzuschließen.

Streit um interne Dokumente und Lobbyarbeit

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Dokumente zu „Project Warrior" – dem internen Codenamen von Paramount für die Bemühungen um die behördliche Genehmigung der Fusion. Oregon forderte darüber hinaus Unterlagen über die Lobbyarbeit des Unternehmens bei der Trump-Regierung zur Unterstützung der Fusion. Paramount verweigerte offenbar die Herausgabe dieser Informationen, was den Konflikt mit der Staatsanwaltschaft eskalieren ließ.

Paramount selbst reagierte erleichtert auf den Rückzug des Antrags. „Wir freuen uns, dass der Generalstaatsanwalt von Oregon seinen Antrag auf Verzögerung dieser Transaktion zurückgezogen hat", sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Reuters. Paramount bezeichnete die Fusion als „rechtmäßig" und „wettbewerbsfördernd".

Breiter Widerstand gegen die Mega-Fusion

Die geplante Übernahme stößt in der Filmbranche auf erheblichen Widerstand. Schauspieler, Autoren und andere Branchenvertreter in Hollywood befürchten durch die Zusammenlegung der beiden Studios massive Arbeitsplatzverluste. Die Fusion ist damit nicht nur ein rechtliches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Thema in den USA.

Oregon ist zudem nicht der einzige Bundesstaat, der die Transaktion kritisch unter die Lupe nimmt. Laut Reuters prüfen weitere US-Bundesstaaten die Fusion und könnten bereits in der kommenden Woche Klage einreichen, um die Übernahme aufgrund von Wettbewerbsbedenken zu blockieren. Für Paramount und Warner Bros. bleibt der Weg zur Vollendung des Deals damit weiterhin mit erheblichen rechtlichen Hürden gepflastert.

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