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Oracle und Adobe: Quartalszahlen im Fokus geopolitischer Spannungen

US-Märkte zeigen sich volatil: Brent-Rohöl über 100 Dollar, KI-Hype treibt Oracle an.

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Oracle und Adobe: Quartalszahlen im Fokus geopolitischer Spannungen

Die US-Aktienmärkte zeigen sich vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und wichtiger Quartalsberichte volatil. Während die Futures auf die großen US-Indizes am Donnerstag leicht zulegten, belasten die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sowie steigende Ölpreise die Stimmung der Anleger. Brent-Rohöl notiert erstmals seit Juli wieder über 100 US-Dollar pro Barrel, was Sorgen vor einer neuen Inflationswelle schürt. In diesem Umfeld richten Marktteilnehmer ihren Blick auf die anstehenden Quartalszahlen von Oracle und Adobe.

Oracle steht dabei besonders im Rampenlicht. Das Unternehmen verzeichnete im September einen Kursanstieg von über 14 Prozent, getrieben durch eine massive Nachfrage nach KI-Cloud-Infrastruktur und einen Auftragsbestand von 638 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Katalysator ist die strategische Partnerschaft mit Hewlett Packard Enterprise (HPE), die Oracle mit Juniper-Netzwerktechnologien für seine KI-Supercluster ausstattet.

Oracle: KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber

Analysten von Investing.com weisen darauf hin, dass KI-gestützte Modelle bereits frühzeitig ein hohes Potenzial bei Oracle und HPE identifiziert hatten, basierend auf einer Kombination aus starker Momentum-Dynamik und einer attraktiven Bewertung. Oracle verfolgt das Ziel, durch massive Investitionen und Fremdkapitalaufnahmen seine KI-Infrastruktur auszubauen, um gegen Konkurrenten wie Microsoft und Amazon zu bestehen.

Neben Oracle steht Adobe vor der Veröffentlichung seiner Ergebnisse. Das Unternehmen befindet sich in einer Phase des strategischen Umbruchs, geprägt durch den Abgang von Finanzvorstand Dan Durn und den Rücktritt von CEO Shantanu Narayen. Trotz dieser Unsicherheiten konnte Adobe seine Prognosen für Umsatz und Gewinn anheben, was auf eine solide Nachfrage nach KI-gestützten Produkten hindeutet. Die jährlichen wiederkehrenden Umsätze im KI-Bereich überstiegen zuletzt die Marke von 500 Millionen US-Dollar.

Geopolitische Lage und Energiepreise belasten

Auf politischer Ebene sorgt die US-Außenpolitik für Gesprächsstoff: Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch, dass der Konflikt mit dem Iran nach den Zwischenwahlen im November beendet sein werde, während Berater vor einer möglichen Eskalation bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2029 warnen. Die Auswirkungen des Konflikts auf die Energiepreise beeinflussen auch die Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank (EZB) steht vor einer erwarteten Zinserhöhung um 25 Basispunkte, die Analysten der ING als „Versicherungsmaßnahme“ gegen die indirekten Folgen des Energiepreisschocks werten.

Zusammenfassend bleibt der September für die Märkte herausfordernd. Während institutionelle Anleger ihre Portfolios im Bereich der KI-Hardware-Infrastruktur neu ausrichten, bleibt die makroökonomische Lage durch die Energiepreise und die Zinspolitik der Zentralbanken angespannt. Investoren beobachten nun genau, ob die Ergebnisse von Oracle und Adobe die hohen Erwartungen an den KI-Sektor bestätigen können.

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