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Oracle-Aktie steigt dank AWS-Partnerschaft und Technologiesektor-Stärke

Oracle legt am Donnerstag 3,8 Prozent zu – eine erweiterte Multicloud-Kooperation mit Amazon Web Services beflügelt die Aktie.

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Oracle-Aktie steigt dank AWS-Partnerschaft und Technologiesektor-Stärke

Oracle (NYSE: ORCL) hat am Donnerstagmorgen deutlich zugelegt. Die Aktie des US-amerikanischen Softwarekonzerns stieg um 3,8 Prozent, getragen von der allgemeinen Stärke im Technologiesektor sowie der Ankündigung einer erweiterten Multicloud-Netzwerk-Kooperation mit Amazon Web Services (AWS). Die Kombination aus positivem Marktumfeld und konkreter Partnerschaftsnachricht sorgte für spürbaren Rückenwind.

Im Kern der Vereinbarung steht die geplante Verbindung zwischen Oracle Interconnect und AWS Interconnect–multicloud. Kunden sollen dadurch Zugang zu privaten Hochgeschwindigkeitsverbindungen erhalten, über die sie Anwendungen betreiben und Daten zwischen der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) und AWS verschieben können. Damit reagieren beide Unternehmen auf den wachsenden Bedarf von Unternehmen, mehrere Cloud-Plattformen gleichzeitig und nahtlos zu nutzen.

„Oracle treibt die Multicloud-Konnektivität im Rahmen seines Engagements weiter voran, um Kunden zu mehr Flexibilität, Agilität und Performance über verschiedene Clouds hinweg zu verhelfen", erklärte Nathan Thomas, Senior Vice President für Produktmanagement bei Oracle Cloud Infrastructure. Das Zitat unterstreicht die strategische Ausrichtung des Unternehmens, das sich zunehmend als offene, partnerschaftsfähige Cloud-Plattform positioniert.

Multicloud-Strategie ohne Netzwerkkomplexität

Die neue Kooperation unterstützt sowohl Full- als auch Split-Stack-Multicloud-Bereitstellungen. Das bedeutet: Organisationen können mehrere Cloud-Anbieter parallel nutzen, ohne dabei verschiedene Netzwerkanbieter koordinieren oder physische Netzwerkinfrastruktur selbst installieren zu müssen. Gerade für größere Unternehmen, die auf hybride IT-Architekturen setzen, ist das ein erheblicher operativer Vorteil.

Die Partnerschaft baut auf dem bereits bestehenden Angebot Oracle AI Database@AWS auf und erweitert damit ein bereits vorhandenes Fundament der Zusammenarbeit beider Cloud-Giganten. Oracle hat Interconnect-Funktionen bereits in 26 Partner-Cloud-Regionen entwickelt – ein Hinweis auf die globale Reichweite der Multicloud-Strategie des Unternehmens.

Der konkrete Startschuss für die neue OCI-AWS-Konnektivität soll noch im laufenden Jahr fallen. Als erste Region ist AWS US East (N. Virginia), bekannt unter der Bezeichnung us-east-1, vorgesehen. Diese Region gilt als eine der meistgenutzten AWS-Infrastrukturzonen weltweit und bietet damit eine breite Ausgangsbasis für den Rollout.

Ziel: Modernisierung, KI und vereinfachte Datenverwaltung

Die Partnerschaft verfolgt laut Oracle mehrere strategische Ziele: Kunden sollen bei der Modernisierung ihrer Anwendungen unterstützt werden, Daten sollen vereinheitlicht und der Zugang zu generativen KI-Funktionen erleichtert werden. Gleichzeitig soll die Komplexität herkömmlicher Netzwerkkonfigurationen und der Datenreplikationsverwaltung deutlich reduziert werden.

Für deutsche Anleger und institutionelle Investoren ist Oracle damit ein Unternehmen, das seinen Cloud-Wachstumskurs konsequent fortsetzt. Die Kombination aus starker Technologiepartnerschaft, KI-Integration und vereinfachter Multicloud-Nutzung positioniert Oracle als ernstzunehmenden Wettbewerber im hart umkämpften Cloud-Markt – neben Schwergewichten wie Microsoft Azure, Google Cloud und eben Amazon Web Services.

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