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PepsiCo übertrifft Erwartungen – Preissenkungen bei Snacks zeigen Wirkung

Starke Quartalszahlen: PepsiCo schlägt Analysten-Prognosen und meldet erstmals seit zwei Jahren wieder Absatzwachstum im Snack-Geschäft.

PepsiCo übertrifft Erwartungen – Preissenkungen bei Snacks zeigen Wirkung

PepsiCo hat im ersten Quartal 2026 sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft des Konzerns kehrte nach mehr als zwei Jahren erstmals wieder zu einem Absatzwachstum zurück. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel leicht zu.

Der dem Unternehmen zuzurechnende Nettogewinn stieg auf 2,33 Milliarden US-Dollar bzw. 1,70 US-Dollar je Aktie – nach 1,83 Milliarden US-Dollar bzw. 1,33 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sonderposten wie Restrukturierungen und Veräußerungen erzielte PepsiCo einen Gewinn von 1,61 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten laut einer LSEG-Umfrage weniger erwartet.

Der Nettoumsatz kletterte um 8,5 Prozent auf 19,44 Milliarden US-Dollar. Begünstigt wurde dieser Anstieg durch die Übernahme des Getränkeherstellers Poppi, den neuen Vertrieb des Energydrinks Alani Nu sowie die Veräußerung der Marke Rockstar. Der organische Umsatz – bereinigt um Akquisitionen, Desinvestitionen und Währungsschwankungen – wuchs um 2,6 Prozent.

Preissenkungen bei Doritos und Lay's zahlen sich aus

Das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft, das die Einheiten Frito-Lay und Quaker Oats umfasst, hatte nach den kräftigen Preiserhöhungen infolge der Inflationsspitze im Jahr 2022 mit einer deutlichen Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu kämpfen. Im Februar 2026 reagierte PepsiCo und senkte die Preise für populäre Marken wie Lay's, Tostitos, Doritos und Cheetos um bis zu 15 Prozent. Diese Strategie zeigt nun erste Früchte: Das Absatzvolumen der Sparte wuchs im ersten Quartal um 2 Prozent – eine Kennzahl, die Preis- und Wechselkursschwankungen ausklammert, um die tatsächliche Nachfrage abzubilden.

Das nordamerikanische Getränkegeschäft hingegen verzeichnete einen Absatzrückgang von 2,5 Prozent. Die Sparte, zu der neben der namensgebenden Cola-Marke auch Starry und Poppi gehören, litt ebenfalls unter einer schwächeren Nachfrage als Folge höherer Preise.

Gatorade-Neuausrichtung und Fokus auf Protein-Trends

PepsiCo kündigte zudem eine Neupositionierung der Marke Gatorade an, um den Absatz des Sportgetränks zu steigern. Konkret plant der Konzern, die Hydratationsvorteile von Gatorade künftig auch Nicht-Sportlern zu vermarkten, eine zuckerreduzierte Version einzuführen und auf künstliche Farbstoffe zu verzichten.

Darüber hinaus setzt PepsiCo verstärkt auf aktuelle Verbrauchertrends bei Snacks und Getränken – insbesondere auf Produkte mit höherem Protein- und Ballaststoffgehalt. Zu den jüngsten Markteinführungen zählen Pepsi Prebiotic, Starbucks Coffee & Protein, Doritos Protein sowie SunChips Fiber.

Für das Gesamtjahr bekräftigte PepsiCo seine bisherige Prognose: Der organische Umsatz soll zwischen 2 und 4 Prozent wachsen, der bereinigte Gewinn je Aktie auf währungsbereinigter Basis um 4 bis 6 Prozent zulegen. Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass die Weltwirtschaft aufgrund des Krieges im Nahen Osten schwerer vorhersehbar geworden sei.

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