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One Touch Football: Neuer Ansatz für den Fußballmarkt

Investoren für kleinere Vereine in Europa - Chancengleichheit und Professionalisierung im Fokus

One Touch Football: Neuer Ansatz für den Fußballmarkt

Banker Lars Hülsmann und der ehemalige Nationalspieler Marco Bode haben Großes vor im europäischen Fußball. Nachdem sie gemeinsam erfolgreich eine Anleihe für den SV Werder Bremen auf den Markt gebracht hatten, arbeiten sie nun an einem ehrgeizigeren Plan. Ihre börsennotierte Firma One Touch Football (OTF) soll kleineren Fußballvereinen in Europa dabei helfen, zu wachsen, indem sie sich gegen Beteiligung und Gebühr als Unterstützer anbieten. Ihr Ziel ist es, Investoren Rendite zu bieten und gleichzeitig mehr Chancengleichheit in den Fußballligen zu schaffen.

Im europäischen Fußball sind Investoren immer wichtiger geworden, insbesondere aus den USA. Hülsmann und Bode möchten jedoch einen sanfteren Ansatz verfolgen, indem sie die Professionalisierung der Branche vorantreiben. Sie haben kürzlich Investoren auf einer Kapitalmarktkonferenz in München angeworben, die bis zu 100 Millionen Euro in das Unternehmen investieren sollen, um damit mittelfristig bei etwa sechs Vereinen mitzumischen. Dies könnten Vereine in der zweiten oder dritten Liga in Deutschland sein, aber auch Erstligisten in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Belgien oder Schweden.

Die beiden betonen die Wichtigkeit von Kooperationsvereinbarungen mit den Klubs, um die Geldverwendung klar zu regeln und die Fans einzubeziehen. Sie sind überzeugt, dass ihre Firma dank ihrer Kompetenz im Vorstand, Aufsichtsrat und bei Experten gut positioniert ist, um im harten Wettbewerb um die richtigen Klubs erfolgreich zu sein.

Die Idee ist, von den Umsatzzuwächsen der betreuten Vereine nach etwa fünf Jahren zu profitieren. Ein Beispiel wäre, dass ein Drittligist nach dem Aufstieg in die zweite Liga deutlich mehr aus der TV-Vermarktung verdienen könnte. Diese Wertsteigerung könnte sich bei einem Exit in einer höheren Bewertung niederschlagen, was die Möglichkeit für den Verkauf von Anteilen an Finanzinvestoren, strategische Investoren oder sogar einen Börsengang eröffnet.

Obwohl die Idee, in kleinere Fußballklubs zu investieren, bereits auf Interesse stößt, stehen Hülsmann und Bode vor der Herausforderung, geeignete Vereine zu finden. Sie möchten eine Brücke zwischen der Welt des Fußballs und der Finanzen schlagen und so dazu beitragen, die Klassenunterschiede im Fußball zu verringern.

Langfristig träumen sie sogar von einem Engagement in größeren Fußballmärkten wie Frankreich mit mehr als 100 Millionen Euro. Doch dafür müssen sie zunächst genügend Kapital für ihre erste Angriffswelle beschaffen. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich ihr Vorhaben sein wird, aber sie sind entschlossen, eine Veränderung in der Welt des europäischen Fußballs herbeizuführen.

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