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Ölpreise steigen: US-Iran-Spannungen und Indiens Nachfrage treiben Markt

Brent-Öl klettert auf 69,35 Dollar. Geopolitische Risiken und veränderte Handelsströme stützen die Kurse.

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Ölpreise steigen: US-Iran-Spannungen und Indiens Nachfrage treiben Markt

Die internationalen Ölpreise haben am Mittwoch zugelegt und profitieren von gleich mehreren Faktoren. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 55 Cent oder 0,80 Prozent auf 69,35 Dollar je Barrel. Das amerikanische West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 57 Cent oder 0,89 Prozent auf 64,53 Dollar.

Die Preisentwicklung wird maßgeblich von den unsicheren Gesprächen zwischen den USA und dem Iran getrieben. Obwohl beide Seiten weiter verhandeln, bleibt die Lage fragil. Die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte fließt, steht im Fokus der Anleger.

US-Präsident Donald Trump erwägt die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten. Diese Ankündigung erfolgte, nachdem zunächst Hoffnungen auf eine Entspannung aufgekommen waren. Die diplomatischen Bemühungen im Oman hatten kurzzeitig für Optimismus gesorgt, doch die militärische Positionierung der USA hält die Risikoprämie am Ölmarkt hoch.

Indiens Nachfrage verändert Handelsströme

Parallel zu den geopolitischen Spannungen verändert sich die globale Nachfragestruktur. Indische Raffinerien reduzieren ihre Käufe von russischem Öl deutlich. Hintergrund ist das Bestreben Neu-Delhis, ein Handelsabkommen mit Washington zu erleichtern. Stattdessen steigern indische Abnehmer ihre Bezüge aus dem Nahen Osten und Westafrika.

Diese Verschiebung wirkt sich spürbar auf die Marktlage aus. Die auf dem Wasser befindlichen Ölmengen normalisieren sich wieder, nachdem im letzten Quartal 2025 ein Überangebot den Markt belastet hatte. Analysten von Vortexa sehen darin einen stabilisierenden Faktor für die kurzfristige Preisentwicklung.

US-Lagerbestände im Fokus

Am Mittwoch richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die wöchentlichen Lagerdaten der US-Energiebehörde EIA. Analysten erwarten einen Anstieg der Rohölvorräte um etwa 800.000 Barrel für die Woche bis zum 6. Februar. Gleichzeitig dürften die Bestände an Destillaten um 1,3 Millionen Barrel und Benzin um 400.000 Barrel gesunken sein.

Das American Petroleum Institute meldete bereits einen deutlichen Anstieg der Rohölvorräte um 13,4 Millionen Barrel. Diese Zahlen werden von den offiziellen EIA-Daten noch bestätigt werden müssen. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und fundamentalen Marktveränderungen dürfte die Ölpreise kurzfristig weiter stützen, so die Einschätzung von Marktbeobachtern.

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