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Ölpreise steigen: USA-Iran-Spannungen und chinesisches Neujahrsfest im Fokus

Brent-Öl klettert auf 69,18 Dollar, während Händler auf diplomatische Signale und Reisenachfrage aus China blicken.

Ölpreise steigen: USA-Iran-Spannungen und chinesisches Neujahrsfest im Fokus

Die Ölpreise haben am Mittwoch im asiatischen Handel zugelegt und sich damit von den Verlusten des Vortages erholt. Brent-Öl-Futures für April stiegen um 0,6 Prozent auf 69,18 Dollar pro Barrel, während WTI-Rohöl ebenfalls um 0,6 Prozent auf 64,19 Dollar pro Barrel kletterte. Ein schwächerer US-Dollar im Vorfeld wichtiger Wirtschaftsdaten bot zusätzliche Unterstützung.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen die angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. Iranische Regierungsvertreter erklärten am Dienstag, die Atomgespräche mit Washington würden fortgesetzt, nachdem beide Seiten in der vergangenen Woche über das Atomprogramm Teherans verhandelt hatten. Die diplomatischen Bemühungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass US-Präsident Donald Trump mehrere Kriegsschiffe in den Nahen Osten entsandt hat.

Die Lage bleibt jedoch volatil. Die USA warnten Schiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öllieferungen transportiert wird. Medienberichten zufolge erwägt Trump zudem die Stationierung eines zweiten Flugzeugträgers in der Nähe des Irans – ein Schritt, der die Spannungen weiter verschärfen könnte. Händler preisen deshalb eine gewisse Risikoprämie in die Ölpreise ein, da militärische Aktionen die iranische Ölversorgung unterbrechen könnten.

Chinesisches Neujahrsfest treibt Nachfrage

Zusätzliche Unterstützung erhalten die Ölpreise durch Spekulationen über eine erhöhte Kraftstoffnachfrage aus China. Das bevorstehende Neujahrsfest nach dem Mondkalender – das Jahr des Pferdes – fällt auf den 17. Februar und wird von einem ungewöhnlich langen neuntägigen Feiertag vom 15. bis 23. Februar begleitet. Chinesische Behörden erwarten während der Frühlingsferien eine Rekordzahl von 9,5 Milliarden Passagierreisen im Land.

Das Neujahrsfest geht traditionell mit erhöhten Konsumausgaben einher, wobei Reisen einen wesentlichen Anteil ausmachen. Während Auslandsreisen nach Südostasien voraussichtlich stark nachgefragt werden, dürften Flüge nach Japan aufgrund eines diplomatischen Streits zwischen Peking und Tokio deutlich zurückgehen. Die erhöhte Reisetätigkeit könnte die Nachfrage nach Kraftstoffen in der weltweit größten Rohölimportnation spürbar ankurbeln.

Allerdings zeigen aktuelle Wirtschaftsdaten aus China einen anhaltenden deflationären Trend. Die Verbraucherpreisinflation blieb hinter den Markterwartungen zurück, während die Erzeugerpreise weiterhin rückläufig sind. Dies dämpft die Aussichten für die chinesische Ölnachfrage mittelfristig und könnte die Preise begrenzen.

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