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Ölpreise steigen über 3% nach Iran-Israel-Angriffen

Eskalation im Nahen Osten treibt Brent auf 96 Dollar – Waffenstillstand steht auf dem Spiel.

Ölpreise steigen über 3% nach Iran-Israel-Angriffen

Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt, nachdem sich Iran und Israel gegenseitig angegriffen haben. Die verschärften Spannungen im Nahen Osten schüren Sorgen über einen fragilen Waffenstillstand und einen möglichen ausgeweiteten Konflikt in der Region.

Der Terminkontrakt der internationalen Referenzsorte Brent für Juli verteuerte sich um 3,18 Prozent auf 96,05 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) für August stieg um 3,46 Prozent auf 93,67 US-Dollar pro Barrel. Beide Rohölsorten reagierten damit unmittelbar auf die militärischen Entwicklungen.

Israelische Luftangriffe und iranische Raketenbeschüsse

Die israelische Luftwaffe griff am Montag militärische Ziele im Westen und Zentrum Irans an. Dies teilten die israelischen Verteidigungskräfte in einem Post auf der Plattform X mit. Zuvor war Israel nach Angaben des Weißen Hauses zum ersten Mal seit Beginn des Waffenstillstands von einer iranischen Rakete getroffen worden – US-Präsident Donald Trump wurde darüber umgehend informiert.

Trump äußerte sich am Sonntag gegenüber dem Sender Fox News und machte deutlich, dass die Raketenangriffe den laufenden Verhandlungen „sicherlich nicht helfen" würden. Die Aussage unterstreicht die diplomatische Brisanz der Lage, in der ein mühsam ausgehandelter Waffenstillstand erneut unter Druck gerät.

Der iranische Parlamentssprecher MB Ghalibaf erklärte seinerseits in einem Post auf X, dass die „Seeblockade der USA und die Verletzung von Vereinbarungen in Bezug auf den Libanon" Verstöße gegen den Waffenstillstand darstellten. Er fügte hinzu, dass US-Stützpunkte und Vermögenswerte in der Region aufgrund der aktuellen US-Blockade sowie der Militäraktionen im Libanon nun „legitime Ziele" seien. Diese Aussage dürfte die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt weiter erhöhen.

OPEC+ erhöht Fördermengen trotz Krise

Parallel zu den militärischen Entwicklungen einigte sich die OPEC+ laut einer offiziellen Erklärung der Organisation darauf, die Förderziele ab Juli um 188.000 Barrel pro Tag (bpd) zu erhöhen. Es handelt sich dabei um die vierte genehmigte Anhebung der Ölförderquote seit der Schließung der Straße von Hormus – einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für Rohöl.

Die Juli-Erhöhung entspricht in ihrer Größenordnung der vom Juni. Im Vergleich zu den monatlichen Steigerungen von 206.000 bpd im Mai und April fällt sie geringer aus, was auf den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Organisation zurückzuführen ist.

Für Anleger und Energiemärkte bleibt die Lage angespannt: Einerseits erhöht die OPEC+ das Angebot, andererseits droht eine weitere Eskalation im Nahen Osten die Versorgungssicherheit zu gefährden. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und Fördermengenentscheidungen dürfte den Ölpreis in den kommenden Tagen weiter volatil halten.

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