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Ölpreise stabil: Angebot und Nachfrage im Fokus

Auswirkungen der Ölschnittkürzungen und der wirtschaftlichen Unsicherheit prägen den Ölmarkt

Ölpreise stabil: Angebot und Nachfrage im Fokus

Ölpreise bleiben stabil, während die Märkte die Angebotskürzungen von Saudi-Arabien und Russland abwägen. Gemischte Ansichten der Analysten über makroökonomische Daten lassen auf eine schwache Nachfrage nach Rohöl schließen.

Die Brent-Öl-Futures stiegen um 43 Cent oder 0,58% auf 75,08 US-Dollar pro Barrel. Die US-West Texas Intermediate-Rohöl-Futures lagen bei 70,22 US-Dollar pro Barrel, ein Anstieg um 43 Cent oder 0,62%.

Laut ING-Analysten liegt der Fokus des Marktes weniger auf den Fundamentaldaten, sondern vielmehr auf der unsicheren makroökonomischen Aussicht. Kurzfristig sei es unwahrscheinlich, dass sich dieses Muster signifikant ändern werde, jedoch würden die zusätzlichen Kürzungen den Brent-Preis auf einem stärkeren Niveau um etwa 70 US-Dollar pro Barrel stabilisieren.

Am Dienstag bleiben die US-Märkte aufgrund des Unabhängigkeitstags geschlossen. Die Ölpreise hatten in der vorherigen Sitzung etwa 1% nachgegeben.

Saudi-Arabien gab bekannt, seine freiwilligen Produktionskürzungen von 1 Million Barrel pro Tag bis August fortzusetzen. Auch Russland wird seine Ölexporte im August um 500.000 Barrel pro Tag reduzieren. Insgesamt entsprechen diese Kürzungen 1,5% des weltweiten Angebots und erhöhen das von den OPEC+-Ölproduzenten zugesagte Gesamtvolumen auf 5,16 Millionen Barrel pro Tag.

In den USA wird erwartet, dass die Rohölvorräte in der Woche bis zum 30. Juni um etwa 1,8 Millionen Barrel sinken. Die Daten zu den Beständen werden am Mittwoch von der Industrie veröffentlicht und am Donnerstag offiziell bekannt gegeben.

Die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung sind gemischt. Geschäftsumfragen zeigen einen Rückgang der weltweiten Industrieproduktion aufgrund einer schwachen Nachfrage in China, Europa und den USA. Dennoch besteht laut JP Morgan-Analysten kein unmittelbares Risiko einer Rezession, da der Dienstleistungssektor robust ist, die Belastungen im US-Gütersektor nachlassen und die globalen Finanzbedingungen sich verbessern.

Allerdings deutet das schwächere Wirtschaftswachstum weiterhin auf eine schwache Nachfrage nach Produkten hin, was den Konsum von Destillaten belasten könnte, so die Analysten von ANZ.

Die Ölpreise werden weiterhin von makroökonomischen Faktoren beeinflusst, während sich die Märkte auf Angebot und Nachfrage einstellen.

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