Ölpreise fallen nach Trump-Äußerungen zu Iran
Nach sieben Rekordtagen gab der DAX am Mittwoch leicht nach. Heute deuten Futures auf eine Erholung hin, während sich die Lage im Iran entspannt und die Ölpreise deutlich fallen.

Der deutsche Leitindex DAX beendete am Mittwoch seine beeindruckende Rekordserie und schloss 0,5 Prozent tiefer bei 25.286 Punkten. Anleger nutzten die Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen nach sieben aufeinanderfolgenden Rekordtagen. Für den heutigen Handelstag taxiert der Broker IG den DAX jedoch bereits wieder 0,2 Prozent höher auf 25.345 Punkte.
US-Konjunkturdaten belasten Stimmung
Belastend wirkten am Mittwoch schwächere Konjunkturdaten aus den USA, die nach Einschätzung von Marktbeobachtern gegen weitere Zinssenkungen der Federal Reserve sprechen. Auch die bisher veröffentlichten Quartalszahlen US-amerikanischer Unternehmen blieben hinter den Analystenschätzungen zurück. Die Wall Street gab daraufhin ebenfalls nach - sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq verzeichneten Verluste.
Entspannungssignale aus dem Iran
Etwas Hoffnung bringen am Morgen Entspannungssignale aus dem Iran. Die Sorge vor einem möglichen US-Militärschlag nach dem brutalen Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen Massenproteste hatte die Märkte zuletzt belastet. US-Präsident Donald Trump nimmt nun jedoch eine abwartende Haltung ein.
Trump erklärte, er sehe einen Rückgang des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten und gehe nicht von massenhaften Hinrichtungen aus. Zuvor hatte der US-Präsident noch mit sehr starken Maßnahmen gedroht, sollte der Iran beginnen, Protestierende hinzurichten.
Rohstoffmärkte reagieren deutlich
Die Äußerungen Trumps zeigen unmittelbare Wirkung an den Rohstoffmärkten. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent fiel um rund drei Prozent auf 64 Dollar je Barrel. Auch der Goldpreis entfernte sich von seinem jüngsten Höchststand. Börsenprofis warnen jedoch, dass die Sorgen vor einer Eskalation im Iran noch nicht vollständig vom Tisch seien.
Deutsche BIP-Zahlen im Fokus
Für Bewegung könnte heute die erste BIP-Schätzung des Statistischen Bundesamtes für 2025 sorgen, die um 10 Uhr veröffentlicht wird. Ökonomen erwarten, dass die deutsche Wirtschaft nach zwei Jahren Stagnation wieder leicht gewachsen ist - allerdings nur minimal mit 0,1 bis 0,3 Prozent.
Für 2026 prognostizieren Experten eine weitere Aufwärtsbewegung für Europas größte Volkswirtschaft. Einen spürbaren Aufschwung erwarten viele allerdings erst ab 2027, wenn die staatlichen Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Verteidigung ihre volle Wirkung entfalten. Diese Hoffnung auf Konjunkturerholung stützt die jüngsten Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt.
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Zur AktienanalyseUS-Banken enttäuschen Anleger
In den USA läuft die Berichtssaison der Großbanken weiter. Heute legen Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Zahlen vor. Die bisherigen Quartalsergebnisse konnten Anleger jedoch nicht überzeugen.
Am Mittwoch gerieten Bankaktien deutlich unter Druck, nachdem Citigroup, Bank of America und Wells Fargo ihre Zahlen präsentiert hatten. Bei der Citigroup belastete die Trennung vom Russland-Geschäft das Ergebnis, während Wells Fargo sowohl beim Zinsüberschuss als auch beim Gewinn enttäuschte.


