ANZEIGE

Ölexporte aus dem Nahen Osten erreichen Höchststand seit Iran-Krieg

Golf-Produzenten umgehen die iranische Blockade der Straße von Hormus und steigern ihre Frachtmengen deutlich.

•• 3 Min
Ölexporte aus dem Nahen Osten erreichen Höchststand seit Iran-Krieg

Die Ölexporte aus dem Nahen Osten sind auf ihr höchstes Niveau seit Beginn des Iran-Kriegs im Februar zurückgekehrt. Die Golf-Produzenten finden zunehmend Wege, die iranische Blockade der Straße von Hormus zu umgehen, wie Daten des Datenanbieters Kpler zeigen. Die Schiffsfrachten aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Kuwait und Irak erreichten im September durchschnittlich 15,5 Millionen Barrel pro Tag. Das ist das höchste Niveau während des Krieges und mehr als 80 Prozent des Durchschnitts der zwölf Monate vor Beginn des Konflikts.

Die Erholung der Exporte droht Teherans Hebelwirkung in den Verhandlungen mit den USA über ein Friedensabkommen zu schmälern. Die USA stehen unter weniger Druck, einen Deal zustande zu bringen, solange die Frachten den Golf verlassen. Die gestiegenen Frachtmengen seien „vor allem eine Reflexion der allmählichen Erholung der Exportsysteme des Golfs nach Monaten der Störung“, sagte Anshika Prajapati, Analystin bei der maritimen Beratungsagentur Drewry. Der Aufschwung sei größtenteils durch die erhöhte Abhängigkeit von Shuttle-Diensten durch die Straße von Hormus getrieben worden.

Shuttle-Dienste als Ausweg aus der Blockade

Die Ölproduzenten der Region bieten zunehmend an, Rohöl von Häfen im Golf zu Schiffen zu transportieren, die außerhalb der Straße warten. Damit nehmen sie die Risiken der Durchquerung der Straße von den Reedereien weg, die normalerweise Tanker innerhalb des Golfs beladen. „Dies hat es Ölunternehmen ermöglicht, die Exporte zu steigern, ohne durch die Anzahl der Schiffe eingeschränkt zu sein, die bereit sind, einen Transit durch die Straße von Hormus zu riskieren“, sagte Niels Rasmussen, Chef-Schifffahrtsanalyst bei der Reeder-Vereinigung Bimco.

Saudi-Arabien, der größte Exporteur der Welt, hat versucht, die Straße zu umgehen, indem es Öl durch seine Ost-West-Pipeline schickt, die die arabische Halbinsel vom Golf zum Roten Meer durchquert. Nach einem Angriff am 10. September war das Königreich gezwungen, die Flüsse durch die Pipeline einzustellen und seine Exporte durch die Straße zu erhöhen. Die Beladungen im Hafen Ras Tanura an der Golfküste liegen derzeit auf einem kriegsbedingten Höchststand. Saudi-Arabien hat seitdem einige Pipeline-Betriebe wiederhergestellt, und die Schiffsfrachten aus dem Hafen Yanbu am Roten Meer haben diesen Monat zugenommen. Die gesamten Ölexporte Saudi-Arabiens durch alle Routen haben sich im September auf 6,9 Millionen Barrel pro Tag verdoppelt, so vorläufige Kpler-Daten. Auch die Flüsse aus den VAE und Bahrain sind gestiegen.

Preise bleiben hoch, Tankerkosten auf Rekordniveau

Die Frachtmengen scheinen jedoch wenig dazu beigetragen zu haben, die Ölpreise zu dämpfen. Brent Crude, der internationale Benchmark, ist von etwa 90 US-Dollar pro Barrel Ende August auf heute mehr als 100 US-Dollar gestiegen, liegt aber weit unter seinem Kriegspeak von mehr als 126 US-Dollar im April. Die Zahlen für die Region könnten nach oben korrigiert werden, da mehr „dunkle“ Überfahrten bekannt werden – bei denen Schiffe ihre Transponder ausschalten, während sie hochriskante Engpässe wie die Straße von Hormus durchqueren.

Shuttle-Dienste und Schiff-zu-Schiff-Übertragungen haben trotz Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße fortbestanden. UK Maritime Trade Operations meldete vier Angriffe in der vergangenen Woche, darunter einen Tanker, der in der Nacht auf Montag in der Straße in Brand geriet. Betroffen war der kuwaitische Supertanker Al Funtas, der in den letzten drei Monaten mehrfach durch die Wasserstraße gesegelt ist, um Öl aus dem kuwaitischen Ölfeld Burgan zu Tankern zu bringen, die vor der Küste von Fujairah in den VAE auf der östlichen Seite der Straße warten. UKMTO zufolge ermöglichte US-Luftunterstützung in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich 30 Schiffen pro Tag die Durchquerung der Straße, wobei die Mehrheit davon Öltanker waren.

Das Islamische Revolutionsgardkorps behauptet, mindestens 19 Schiffe angegriffen zu haben, die seit dem 25. September versuchten, die Straße zu durchqueren, darunter sieben in der Nacht auf Montag. Der Angriff folgte, nachdem US-Präsident Donald Trump öffentlich den von Teheran vorgeschlagenen Friedensdeal abgelehnt hatte. Der Anspruch wurde jedoch nicht unabhängig bestätigt.

Die Preise für Supertanker, die durch die Straße von Hormus segeln, erreichten letzte Woche Rekordhöhen von 1,2 Millionen US-Dollar pro Tag. Dies hat einen Ansturm ausgelöst, jede verfügbare Tonnage zu kaufen, die in den Golf segeln kann, um die Preise zu nutzen. Auch die Werte gebrauchter Tanker wurden dadurch auf Rekordhöhen getrieben. Trotzdem scheint der Anstieg der Ölfrachten durch die Straße „ein früher Schritt zur Normalisierung zu sein“, sagte Drewrys Analystin Prajapati – auch wenn die Exporte weiterhin unter dem Vorkriegsniveau liegen.

Ölexporte Naher OstenStraße Von HormusIran-KriegSaudi-Arabien ÖlBrent CrudeSupertankerShuttle-DiensteÖlpreise

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.