ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise stabil trotz Trumps Zollandrohungen

Märkte beobachten Handelsstreit, OPEC+ plant Treffen zur Förderpolitik

Ölpreise stabil trotz Trumps Zollandrohungen

Die Ölpreise blieben am Donnerstag weitgehend stabil, während Investoren auf die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Zölle auf Kanada und Mexiko blickten. Diese beiden Länder sind die größten Lieferanten von Rohöl für die Vereinigten Staaten.

Brent-Rohöl-Futures gaben um 10 Cent auf 76,48 US-Dollar pro Barrel nach, während US-Rohöl-Futures um 16 Cent auf 72,46 US-Dollar sanken. Bereits am Mittwoch hatten die US-Rohölpreise den niedrigsten Stand des Jahres erreicht. Laut John Evans, Analyst beim Ölbroker PVM, stehen alle Entwicklungen am Ölmarkt unter dem Einfluss der möglichen Handelsrestriktionen gegen Kanada und Mexiko. Die Märkte seien gespannt auf die Ankündigungen nach dem 1. Februar, wenn die konkreten Maßnahmen bekannt gegeben werden sollen.

Das Weiße Haus bekräftigte am Dienstag die Absicht des Präsidenten, Importzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Kanada und Mexiko zu verhängen. Am Mittwoch erklärte Trumps designierter Handelsminister, dass die beiden Länder dies vermeiden könnten, wenn sie schnell gegen den Schmuggel von Fentanyl vorgehen würden. Der Marktanalyst Tony Sycamore von IG Markets erklärte jedoch, dass die Händler diese Zölle bereits in den aktuellen Preisen einkalkuliert hätten.

Zusätzlich wirkten sich winterliche Stürme auf die Nachfrage in den USA aus. Die Rohölvorräte in den Vereinigten Staaten stiegen in der vergangenen Woche um 3,5 Millionen Barrel, während Analysten zuvor mit einem Anstieg um 3,2 Millionen Barrel gerechnet hatten. Raffinerien reduzierten ihre Produktion, was zu dem unerwartet starken Anstieg der Lagerbestände führte.

Auf der Angebotsseite führten neue US-Sanktionen gegen Russland zu einem Rückgang der Ölexporte aus westlichen russischen Häfen. Diese werden im Februar voraussichtlich um acht Prozent gegenüber dem Januar sinken, da Moskau verstärkt auf die heimische Raffinierung setzt.

Marktbeobachter richten ihre Aufmerksamkeit zudem auf die anstehende Ministertagung der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (OPEC+), die für den 3. Februar geplant ist. Das Bündnis, dem auch Russland angehört, wird sich mit Trumps Bestrebungen zur Steigerung der US-Ölförderung befassen. Kasachstan bestätigte, dass sich die OPEC+ dazu abstimmen will. Trump hat OPEC und insbesondere Saudi-Arabien dazu aufgefordert, die Ölpreise zu senken. Seiner Ansicht nach würde dies helfen, den Ukraine-Konflikt zu beenden. Gleichzeitig setzt er auf eine Maximierung der Öl- und Gasproduktion in den USA, die bereits der weltweit größte Produzent sind.

Analysten gehen jedoch nicht davon aus, dass es zu einem Preiskrieg zwischen den USA und OPEC+ kommen wird, da dies beiden Seiten schaden könnte. Laut der Analyseabteilung von BMI, einer Tochtergesellschaft der Fitch Group, würde ein solcher Preiskrieg bedeuten, dass die OPEC+ ihre Produktion maximiert, um die Preise zu drücken und die US-Schieferölproduktion zu schwächen.

ÖlÖlpreisDonald TrumpOPEC+

Disclaimer